Giftaffäre - Gudenus gegen „Vorverurteilung“ Russlands

Wien (APA) - FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus hat das Abseitsstehen Österreichs bei der konzertierten westlichen Aktion gegen Moskau in der Gif...

Wien (APA) - FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus hat das Abseitsstehen Österreichs bei der konzertierten westlichen Aktion gegen Moskau in der Giftaffäre verteidigt. „Hier wird mit leichtfertigen Vorverurteilungen Öl ins Feuer gegossen, mit unserer Neutralität ist das selbstverständlich nicht vereinbar“, betonte Gudenus am Mittwoch in einer Aussendung. Einige Länder seien „an einer Eskalation interessiert“.

„Natürlich muss dieser Mord (sic!) aufgeklärt werden, das steht außer Frage“, schrieb Gudenus mit Blick auf den Anschlag auf den russischen Ex-Spion Sergej Skripal und dessen Tochter Julia. Beide wurden bei dem Anschlag mit dem Nervengift Anfang März lebensgefährlich verletzt. Laut Gudenus ist aber auch daran zu denken, „wie verfahren wird, wenn es nicht Russland war, das den Mord beauftragt hat“.

Der FPÖ-Abgeordnete unterstützte den „neutralen Standpunkt“ und die „besonnene Diplomatie“ von Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) in der Affäre, während er SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder „ideenlose Äußerungen“ vorhielt. „Es wird schon fast peinlich, wie die SPÖ versucht, krampfhaft immer neue Kritikpunkte und Skandale an der Regierung zu finden“, schrieb Gudenus mit Blick auf Schieder, der am Dienstag mangelnde Kohärenz in der österreichischen Position erkannt hatte.