Flüchtlinge - Salvini: Müssen alle Ankünfte stoppen

Rom (APA) - Der mögliche neue italienische Premier und Chef der ausländerfeindlichen Lega, Matteo Salvini, hat einen sofortigen Einwanderung...

Rom (APA) - Der mögliche neue italienische Premier und Chef der ausländerfeindlichen Lega, Matteo Salvini, hat einen sofortigen Einwanderungsstopp gefordert. Die durch Migration entstehende Terrorgefahr sei „enorm“, sagte Salvini am Mittwoch mit Verweis auf Aussagen des Chefs der EU-Grenzschutzagentur Frontex, Fabrice Leggeri, am Dienstag in Brüssel.

Leggeri berichtete im EU-Parlament von einer weiterhin hohen Terrorbedrohung in Europa. Es müsse sichergestellt werden, dass es keine unkontrollierten Grenzübertritte in die EU gebe, forderte der Frontex-Chef. Ansonsten sei die europäische Sicherheit gefährdet. Während die Zahl der Flüchtlingsankünfte aus Libyen stark rückgängig sei, würden jene aus Algerien und Tunesien Richtung Europa steigen.

Frontex warne vor der Gefahr, dass sich Terroristen unter die Flüchtlinge mischen, so Salvini. „Wir verlangen sofortige, strenge Kontrollen an all unsern Grenzen. Jede Flüchtlingsankunft muss gestoppt werden“, verlangte der Chef der rechtspopulistischen Lega.

Im Rahmen einer ausgedehnten Anti-Terror-Razzia nahm die Polizei in Turin einen aus Marokko stammenden italienischen Staatsbürger fest. Ihm werden Kontakte zur Terrormiliz „Islamischen Staat“ (IS) vorgeworfen. 13 Hausdurchsuchungen bei mutmaßlichen IS-Anhängern in Norditalien wurden durchgeführt, teilte die Polizei in einer Presseaussendung am Mittwoch mit. Der festgenommene 23-jährige Marokkaner war bereits als Verfasser von Propagandamaterial für den IS in italienischer Sprache zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden.