Spanisches Innenministerium schickt 20 Leibwächter nach Katalonien
Barcelona/Madrid/Berlin (APA/dpa) - Das spanische Innenministerium hat 20 Polizisten in die Konfliktregion Katalonien entsandt, die dort Geg...
Barcelona/Madrid/Berlin (APA/dpa) - Das spanische Innenministerium hat 20 Polizisten in die Konfliktregion Katalonien entsandt, die dort Gegner der Unabhängigkeitsbestrebungen vor eventuellen Übergriffen von Separatisten beschützen sollen.
Vor allem gehe es um Politiker und mit dem verbotenen Referendum vom 1. Oktober befasste Richter, die im Zuge der gestiegenen Spannungen Personenschutz benötigten, berichteten spanische Medien am Donnerstag. Die Beamten sollten rund 200 Sicherheitskräfte der katalanischen Polizei „Mossos d‘Esquadra“ unterstützen, die bereits als Personenschützer arbeiteten, schreibt die Zeitung „El Pais“.
Die Verantwortlichen hätten sich zu diesem Schritt entschlossen, weil die Zahl der Übergriffe in Katalonien seit der Festnahme des Ex-Regionalpräsidenten Carles Puigdemont zugenommen habe. Der 55-Jährige war am Sonntag auf Grundlage eines europäischen Haftbefehls in Schleswig-Holstein inhaftiert worden. Noch am gleichen Abend waren in Katalonien Zehntausende seiner Anhänger auf die Straßen gegangen. Bei der Protesten kam es auch zu Gewalt mit fast 100 Verletzten.