Namensstreit - Griechenland und Mazedonien verhandeln in Wien

Wien/Skopje/Athen (APA) - Im seit 1991 andauernden Namensstreit zwischen Mazedonien und Griechenland kommt es am Freitag erneut zu einem Tre...

Wien/Skopje/Athen (APA) - Im seit 1991 andauernden Namensstreit zwischen Mazedonien und Griechenland kommt es am Freitag erneut zu einem Treffen in Wien. Unter Vermittlung des langjährigen Sondergesandten Matthew Nimetz verhandeln am Vormittag die Außenminister der beiden Länder, Nikos Kotzias und Nikola Dimitrov. Größter Streitpunkt dürfte die Frage einer möglichen Verfassungsänderung in Hinblick auf den neuen Landesnamen sein.

Beide Seiten berichteten in den vergangenen Wochen immer wieder von Fortschritten in den zähen Verhandlungen. Zuletzt hatten Athen und Skopje ihre Vorschläge zum künftigen Staatsnamen Mazedoniens der anderen Seite jeweils schriftlich übermittelt. Am wahrscheinlichsten dürfte der Name „Republik Ober-Mazedonien“ anstatt dem jetzigen „FYROM“ (Frühere jugoslawische Teilrepublik Mazedonien) sein, wie Medien berichteten. Griechenland fordert demnach auch eine Verankerung des neuen Namens in der Verfassung, wogegen sich die mazedonische Regierung aber sträubt. Ob es zu einer historischen Einigung in Wien kommt - wie von Medien kolportiert - ist deshalb fraglich.