Wenn 7.500 nicht genug ist: Vier Konzerte zu Hans Theessinks 70er

Wien (APA) - Wem das Werk des Gitarristen und Wahlwieners Hans Theessink fremd ist, auf den kommt beim Einarbeiten einiges zu: Der Musiker h...

Wien (APA) - Wem das Werk des Gitarristen und Wahlwieners Hans Theessink fremd ist, auf den kommt beim Einarbeiten einiges zu: Der Musiker hat im Laufe seiner Karriere immerhin mehr als 30 Veröffentlichungen zu Buche stehen und mit den darauf enthaltenen Songs mehr als 7.500 Konzerte bestritten. Deshalb gibt es aber noch lange keine Spur von Müdigkeit zu erkennen, wenn Theessink am 5. April 70 wird.

Da zelebriert er den eigenen Geburtstag lieber nach allen Regeln der Kunst und lädt von 4. bis 7. April zum viertägigen „Birthday Bash“ ins Wiener Metropol. Alleine feierte es sich natürlich nicht so rauschend, deshalb werden auf der Bühne langjährige Weggefährten wie Jon Sass, Dorretta Carter, Alee Thelfa oder Knud Möller ins Ständchen miteinstimmen. Die Liste ließe sich um einige erweitern, zudem werden auch noch mögliche Überraschungsgäste angekündigt.

Ein Weggefährte wird Theessink hingegen fehlen: Terry Evans, mit dem er beispielsweise noch 2015 die Platte „True & Blue“ rausbrachte, ist im Jänner 80-jährig verstorben. Mit ihm hat er auch an „Delta Time“ gewirkt, für das der Bluesmusiker zudem den namhaften Kollegen Ry Cooder gewinnen konnte. Ein tief greifendes Verständnis für sein Metier hat Theessink ohnehin immer ausgezeichnet, wie er auch mit Coverversionen von Bob Dylan oder Townes van Zandt unter Beweis gestellt hat.

Der 1948 im holländische Enschede Geborene und seit langem in Wien Ansässige ist aus der heimischen Szene eigentlich nicht mehr wegzudenken. Aus gutem Grund widmete ihm daher das Haus der Musik vor einigen Jahren eine eigene Ausstellung, die nicht nur seinen Werdegang nachzeichnete, sondern auch einen Teil seiner - wie es sich für einen gestandenen Könner seines Fachs gehört - umfangreichen Gitarrensammlung präsentierte. Einengen wollte sich Theessink ohnehin nie lassen, auch und besonders was seinen kreativen Ausdruck betrifft, der weit über die US-amerikanischen Roots-Einflüsse hinausreicht.

Gezeigt hat er das auf etlichen Bühnen rund um den Erdball, führten ihn seine Konzertreisen doch von Europa über die USA nach Asien und Australien bis Neuseeland. Der Erfolg hat naturgemäß zu einigen Auszeichnungen geführt: 2000 wurde Theessink der Goldene Rathausmann der Stadt Wien verliehen, drei Jahre darauf wurde er für die Platte „Songs from the Southland“ mit einem Amadeus Austrian Music Award ausgezeichnet - weitere Nominierungen sollten folgen. Und wenn es nach dem unermüdlichen Musiker Theessink geht, werden es wohl nicht die letzten gewesen sein.

(S E R V I C E - www.theessink.com)