Olympia: IOC-Präsident Bach in Nordkorea - Gespräche über Tokio 2020
Pjöngjang (APA/dpa) - Aus Sicht des Internationale Olympische Komitees (IOC) war die Teilnahme Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen i...
Pjöngjang (APA/dpa) - Aus Sicht des Internationale Olympische Komitees (IOC) war die Teilnahme Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen im Februar in Pyeongchang/Südkorea ein großer Erfolg. Das von Machthaber Kim Jong-un regierte Land soll nun dauerhaft zur olympischen Familie gehören - IOC-Chef Bach vermittelt daher selbst in Ostasien.
Der Deutsche folgte einer Einladung Nordkoreas und ist bis einschließlich Samstag zu Besuch in dem international weitgehend isolierten Land. Im Fokus der Diskussionen sollten die weitere Entwicklung des Sports in Nordkorea mit dem Ziel der Qualifikation und Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020 in Tokio und 2022 in Peking stehen, hieß es in einer IOC-Erklärung am Donnerstag.
Bach war zu Beginn seiner dreitägigen Visite in Pjöngjang von Sportminister Kim Il-guk und Jang Ung, Mitglied des Nordkoreanischen Olympischen Komitees, empfangen worden. Ob es auch zu einem Treffen zwischen dem IOC-Chef und Machthaber Kim Jong-un gekommen ist, war unklar.
Wie die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA berichtete, tagte am Donnerstag das Nationale Olympische Komitee Nordkoreas. Bei der Sitzung sollte auch über eine „revolutionäre Wende“ im nationalen Sport anlässlich des 70. Geburtstags von Nordkorea diskutiert werden.
Bach hatte zum Abschluss der Olympischen Winterspiele im Februar in Pyeongchang erklärt, dass das IOC den Dialog mit Nordkorea fortsetzen werde. Den gemeinsamen Auftritt von Sportlern aus Süd- und Nordkorea bei der Eröffnungsfeier und die Spiele der gesamtkoreanischen Eishockey-Mannschaft der Frauen zählten für den 64-Jährigen zu den Höhepunkten dieser Winterspiele. „Wir haben gezeigt, was der Sport leisten kann“, hatte Bach zum Abschluss der Spiele im Februar gesagt. „Gespräche können zu einem positiven Ergebnis führen.“