Maschinenring legt bei Umsatz weiter zu
Positive Bilanz zieht der Maschinenring Oberland mit seinen 1359 Mitgliedern. Die größten Zuwächse wurden bei den Grünraumdiensten verzeichnet.
Ein erfolgreiches Jahr liegt hinter dem Maschinenring Tiroler Oberland. „Durch die steigende Nachfrage nach unseren Dienstleistungen kann die Unterstützung der Landwirtschaftsbetriebe mit flexiblen Zuverdienstmöglichkeiten und Angeboten zur Kostenentlastung weiter ausgebaut werden", berichtete Obmann Martin Alber im Rahmen der diesjährigen Generalversammlung in Imst. Die Unterstützung der Bauern bei der Bewirtschaftung ihrer Höfe bleibt weiterhin der Kern der Angebotspalette. Mit der Betriebshilfe von Bauer zu Bauer, der Sozialen Betriebshilfe und dem Einsatz von Zivildienern in Notfällen ist der Maschinenring die Absicherung für die bäuerlichen Betriebe in den Bezirken Imst, Landeck und Reutte.
Der Maschinenring behauptet sich aber auch im gewerblichen Bereich als Partner für Gemeinden, Unternehmen und auch Private. „Die größten Zuwächse wurden hier bei Grünraumpflege und Gartengestaltung verbucht. Auch der Winterdienst entwickelte sich mit einem Umsatzzuwachs von 17 % mehr als positiv", berichtet GF Gottfried Gabl von einer Steigerung des Gesamtumsatzes im gewerblichen Bereich von 9 % auf mehr als 3 Millionen Euro.
Aber auch im Forst zeigt sich der Maschinenring schlagkräftig. Diese Sparte vermarktete im Vorjahr im Oberland mehr als 45.000 Festmeter Rundholz: Holz aus der Region, das zu über 98 % in Tirol bleibt und hier verarbeitet wird. Insgesamt wurden zusätzlich knapp 40.000 Schüttraummeter an Biomasse an Heizwerke geliefert. Der Umsatz blieb mit 4 Millionen Euro stabil.
Insgesamt weist die Bilanz in der Zeitarbeitssparte die Vermittlung von 75 Arbeitern an 40 Kunden im Ringgebiet aus. Die Einsatzbereiche reichten vom Hoch- und Tiefbau über das Baunebengewerbe bis zum Handel sowie dem Tourismus. „Die größte Herausforderung ist es, genügend Arbeitskräfte zu finden, um die große Nachfrage an Personal bedienen zu können", erklärt Alber.
Aber nicht nur die erfreuliche Bilanz war Thema. Johann Jenewein fand zur möglichen Rückkehr der Wölfe für die heimische Landwirtschaft drastische Worte: „Wie Beispiele in anderen Alpenländern zeigen, nimmt mit der Zunahme von Wolfspopulationen und der damit verbundenen Weidetierrisse die Zahl der tierhaltenden Betriebe ab. Die Auswirkungen auf die Almwirtschaft bei uns wären enorm." Von der Landwirtschaft über den Tourismus bis hin zum Alltag müsste man sich auf Beeinträchtigungen einstellen, „solange der eigentlich nicht vom Aussterben bedrohte Wolf weiterhin den höchsten Schutzstatus genießt". Ob und wie schnell sich die Rahmenbedingungen ändern werden, wisse momentan niemand, so Jenewein. (TT, fasi)