Giftaffäre - Diplomaten packen auf beiden Seiten des Atlantiks
St. Petersburg (APA/dpa) - Im Streit zwischen den westlichen Ländern und Russland wegen der Giftattacke auf den Ex-Agenten Sergej Skripal ha...
St. Petersburg (APA/dpa) - Im Streit zwischen den westlichen Ländern und Russland wegen der Giftattacke auf den Ex-Agenten Sergej Skripal haben Diplomaten auf beiden Seiten ihre Ausreise vorbereitet. In Russlands nördlicher Metropole St. Petersburg sollten US-Diplomaten bis Samstagabend das für geschlossen erklärte Generalkonsulat räumen.
Aus den USA sollten im Lauf des Tages 60 des Landes verwiesene russische Diplomaten und ihre Familien mit zwei Sonderflügen abgeholt werden. Das sagte der russische Botschafter in Washington, Anatoli Antonow, der Agentur Interfax. Das russische Konsulat in Seattle an der US-Westküste wurde geräumt.
Russland hatte am Freitag die Ausweisung von etwa 150 seiner Diplomaten aus mehr als 20 Ländern damit beantwortet, dass es die genau gleiche Zahl ausländischer Diplomaten des Landes verwies. Deshalb müssen auch vier Vertreter Deutschlands Moskau verlassen.
Der große Konflikt hat sich an der Giftattacke auf den früheren Doppelagenten Skripal und dessen Tochter Julia in Großbritannien Anfang März entzündet. London hält Moskau dafür verantwortlich. Russland weist jede Schuld zurück.