Mehr Glashäuser gegen Wetterkapriolen
Der harte Winter hat das Wachstum auf den Feldern um rund zwei Wochen verzögert. Josef Schirmer, Obmann der Gemüsebauern, ist für Glashäuser und Folientunnel.
Innsbruck — Fest steht, dass der intensive Winter die Frühjahrsernte um etwa zwei Wochen verzögert (die TT berichtete). Nicht Ende März, sondern erst in zwei Wochen wird es die ersten Radieschen im großen Angebot geben: „Sehr gut ist, dass es vor Ostern geregnet hat. Und die extreme Kälte Ende Februar hat viele Schädlinge vernichtet", sagt Josef Schirmer, Obmann der Gemüsebauern. Er macht keinen Hehl daraus, dass die Wetterkapriolen, die mehr werden, nach neuen Lösungen verlangen. Zum einen könne der Klimawandel einen Vorteil bringen und der Anbau von Tomaten und Paprika forciert werden. Auf Tirols Feldern werden derzeit 60 Sorten Gemüse angebaut.
Es sei erforderlich, Folientunnel oder Glashäuser zu errichten, um nicht so massiv vom Wetter abhängig zu sein. „Ich bin der Meinung, dass das nicht in unmittelbarer Nachbarschaft zur Landeshauptstadt passieren soll. Das ist eine massive Beeinträchtigung des Landschaftsbildes." Derartige Einrichtungen gebe es bereits in Kematen und seien auch an anderen Standorten denkbar. „Glashäuser wären stabiler und besser als Folientunnel", sagt Schirmer. (pla)