Papst hob am Ostermontag Bedeutung der Brüderlichkeit hervor

Vatikanstadt (APA) - Der Papst hat beim Gebet mit den Pilgern auf dem Petersplatz die Bedeutung der Brüderlichkeit für das menschliche Zusam...

Vatikanstadt (APA) - Der Papst hat beim Gebet mit den Pilgern auf dem Petersplatz die Bedeutung der Brüderlichkeit für das menschliche Zusammenleben hervorgehoben. Ohne Brüderlichkeit könne es keine soziale Gerechtigkeit, geben, sagte der Papst am Ostermontag beim „Regina Coeli“-Gebet, das er mit den Gläubigen vom Fenster seines Arbeitszimmers aus betete.

Ohne ein Miteinander könne man keine Gemeinschaft aufbauen, sagte der Heilige Vater den auf dem Petersplatz versammelten Gläubigen. „Nur die Brüderlichkeit kann einen dauerhaften Frieden garantieren, die Armut besiegen, Spannungen und Kriege ausschalten und Korruption sowie Kriminalität ausmerzen“, sagte der Papst. Er äußerte die Hoffnung, dass die Brüderlichkeit und das Miteinandersein, die man in der Osterzeit erlebe, zum Lebensstil werde und alle menschlichen Beziehungen beseele.

Der Pontifex warnte vor der Gefahr, sich zu verschließen und nur an das eigene Leben zu denken. „Wir müssen uns um die Brüder kümmern, vor allem um die Ärmeren und die Ausgegrenzten“, sagte der Heilige Vater. Ohne Brüderlichkeit, die der Papst als „Gnade“ bezeichnete, könne keine kirchliche oder zivile Gemeinschaft aufgebaut werden.

Zum „Regina Coeli“, das in der Osterzeit das Angelus-Gebet ersetzt, waren mehrere Zehntausend Gläubige auf den Petersplatz gekommen. Rund um die Osterfeierlichkeiten wurden in Rom schärfste Sicherheitsvorkehrungen ergriffen. Anti-Terror-Einheiten und Spezialkräfte der Polizei überwachten das Gelände rund um den Vatikan. Das Areal um den Petersplatz wurde weiträumig abgesperrt und mit Metalldetektoren ausgestattet. Die Gläubigen mussten sich strengen Kontrollen unterziehen, um Zugang zum Petersplatz zu bekommen.

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Bei seinem Ostersegen am Sonntag hatte Franziskus an das Leiden der Menschen in Syrien und in mehreren Konfliktgebieten erinnert. Erneut hatten sich einige Tausend Menschen auf dem Platz versammelt und jubelten dem Papst zu.

Der Heilige Vater hatte die Osterfeierlichkeiten am Gründonnerstag mit der traditionellen Fußwaschung in der römischen Strafanstalt Regina Coeli begonnen. Am Karfreitag verfolgte er vom Hügel Palatin oberhalb des Kolosseums aus den Kreuzweg, bei dem an den Leidensweg Jesu erinnert wird.


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