Europas Leitbörsen schließen im Minus

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag den Handelstag in der Verlustzone beendet. Einzig der italienische...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag den Handelstag in der Verlustzone beendet. Einzig der italienische Leitindex FT-SE-MIB konnte sich erfolgreich gegen den Trend stemmen.

Marktbeobachtern zufolge wirken die verhärteten Fronten im Handelskrieg zwischen den USA und China weltweit als Bremse für Investoren. Positive Impulse auch für Europa brachte unterdessen der Handelsstart an der Wall Street. Dort konnten Talfahrt nach dem Ausverkauf am Montag gestoppt werden.

Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 verlor 14,58 Einheiten oder 0,43 Prozent auf 3.346,93 Punkte. Der DAX in Frankfurt beendete den Handelstag bei 12.002,45 Punkten und minus 94,28 Einheiten oder 0,78 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London fiel um 26,15 Zähler oder 0,37 Prozent und steht nun bei 7.030,46 Stellen.

Als Reaktion auf von US-Präsident Donald Trump verhängte Strafzölle hat die chinesische Führung eigene Strafen gegen die USA umgesetzt. Insgesamt wurden 128 US-Produkte mit Zöllen zwischen 15 und 25 Prozent belegt. Unter anderem Wein, Schweinefleisch und Früchte, die aus den USA nach China eingeführt werden, seien von den chinesischen Gegenmaßnahmen betroffen.

Im Leitindex der Eurozone, dem Euro-Stoxx-50, hielten sich Energiewerte unter den Gewinnern. So legten Total um 1,25 Prozent zu, Eni um ein Prozent und Engie um 0,81 Prozent. An der Spitze standen Aktien des Luxusgüterherstellers LVMH mit plus 2,32 Prozent.

Im breiter gefassten Euro-Stoxx-Index verloren einige Pariser Werte: Sodexo-Aktien gaben mehr als viereinhalb Prozent ab, nachdem die Investmentbank Goldman Sachs ihre Kaufempfehlung auf nunmehr „Neutral“ revidiert hatte. Wegen Streiks bei Piloten als auch Kabinen- und Bodenpersonal verloren Air-France-Aktien 4,37 Prozent. Ebenfalls in Paris deutlich im Minus zeigten sich Papiere des Cateringunternehmens Elior, die sogar über 5 Prozent verloren.

In London konnten sich die Rohstoffwerte mit kleinen Zuwächsen in der Gewinnzone halten. Knapp ein halbes Prozent plus stand jeweils bei Antofagasta, Glencore und Rio Tinto zu Buche.

Um bei der geplanten Übernahme des Bezahlsenders Sky doch noch zum Zuge zu kommen, zeigt sich der US-Medienkonzern 21st Century Fox zu Zugeständnissen bereit. 21st Century Fox habe der britischen Wettbewerbsaufsicht CMA zwei entsprechende Vorschläge unterbreitet, wie heute bekannt wurde. Der Sky-Aktie verhalf das in London zu einem deutlichen Aufwind, sie legte um 2,12 Prozent zu.

In Italien konnten Fiat Chrysler deutlich zulegen. Nach guten US-Verkaufszahlen für März stiegen die Papiere des Autobauers um 7,32 Prozent.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA435 2018-04-03/18:28


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