Klimastrategie - Umweltministerium verweist auf laufenden Prozess

Wien (APA) - Mit viel Kritik vonseiten der NGOs und Opposition ist die gestern, Dienstag, präsentierte Klima- und Energiestrategie bedacht w...

Wien (APA) - Mit viel Kritik vonseiten der NGOs und Opposition ist die gestern, Dienstag, präsentierte Klima- und Energiestrategie bedacht worden. Das Umweltministerium betonte am Mittwoch auf APA-Anfrage, dass diese jedoch ein offener Prozess sei, der im Juni in eine finale Strategie münden wird. Es gilt die 2030-Ziele zu erreichen - die Vorgabe: ein Minus der THG-Emissionen von 36 Prozent gegenüber 2005.

Aufgrund der EU-Vorgaben geht es ausschließlich um die Treibhausgase (THG) aus dem Nicht-Emissionshandelsbereich. Zuletzt lag man hier bei 50,6 Millionen Tonnen im Jahr 2016. Die Basis aus dem Jahr 2005 betrug indes 56,8 Millionen Tonnen. Laut Umweltbundesamt wurden in Österreich im Jahr 2016 insgesamt 79,7 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalent emittiert.

Das anvisierte Ziel ausgehende aus den 56,8 Millionen Tonnen ohne den Emissionshandelsbereich wären rund 48 Millionen Tonnen. Nachdem 2016 ein Anstieg beim Emissionstrend registriert wurde, der auch für 2017 zu erwarten ist, hat Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) Anfang des Jahres Handlungsbedarf aufgrund der durch das Klimaschutzgesetz festgelegten 2020-Ziele geortet.

Der langfristige Zielwert der österreichischen Klimastrategie ist, die gemeinsam im EU-Verband die 2015 im Pariser Klimaabkommen festgelegten CO2-Reduktionen zu erreichen. Sie bezwecken den Ausstoß von Treibhausgasen weltweit so stark einzudämmen, dass die globale Erwärmung bei weniger als zwei Grad oder idealerweise bei 1,5 Grad gestoppt wird. Gemeint ist der globale Temperaturanstieg verglichen mit vorindustriellen Zeiten. Bis Ende 2019 sind alle EU-Staaten dazu aufgefordert ihre Energie- und Klimapläne vorzulegen. Die Vorgaben sind dabei unterschiedlich und richten sich unter anderem auch nach dem jeweiligen Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Mitgliedsstaaten.

Für Österreich hat das Umweltbundesamt die Aufgabe die nationale Treibhausgas-Inventur und Projektionen über mögliche Entwicklungen der Treibhausgas-Emissionen zu erstellen. Die Organisation liefert damit die offiziellen Zahlen für das Berichtswesen Österreichs im Rahmen der Klimarahmenkonvention und an die EU.

(S E R V I C E - Die Klima- und Energiestrategie kann unter www.mission2030.bmnt.gv.at heruntergeladen werden.)


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