Frauenberger tritt nach Energetiker-Skandal zurück

Wiens Gesundheitsstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) tritt nach dem Skandal um das 95.000-Euro-Honorar für einen Energetiker beim Bau des Krankenhauses Nord zurück.

Sandra Frauenberger (SPÖ) hat die Themen Gesundheit und Soziales erst seit Jänner 2017 inne.
© APA

Wien – Die Wiener Gesundheitsstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) kündigte ihren Rücktritt an. Sie wird als Ressortchefin unter Bürgermeister Michael Ludwig, der am 24. Mai das Amt übernimmt, nicht mehr zur Verfügung stehen.

„Ich habe mich nach intensiven Überlegungen dazu entschieden, nicht Teil des neuen Regierungsteams sein zu wollen“, ließ Frauenberger in einem der APA übermittelten schriftlichen Statement wissen. Die 51-jährige Stadträtin war in den vergangenen Monaten wiederholt - vor allem im Zusammenhang mit den Turbulenzen rund um das Krankenhaus Nord - von der Opposition heftig kritisiert worden. „Ich habe gezeigt, dass ich vor wichtigen Reformen nicht zurückschrecke, große Projekte erfolgreich umsetzen und dabei auch einiges einstecken kann. In den vergangenen Wochen wurden allerdings Grenzen überschritten“, so die scheidende Stadträtin.

Frauenberger hatte als fixe Ablösekandidatin in Ludwigs neuem Regierungsteam gegolten. Im Zweikampf um die Nachfolge von Michael Häupl als SPÖ- und Stadtchef hatte sie offen den geschäftsführenden Klubobmann im Parlament, Andreas Schieder, unterstützt. Einer Entscheidung Ludwigs ist sie nun zuvor gekommen. (APA)


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