Europas Leitbörsen am Vormittag tiefer, Euro-Stoxx verliert 0,7%

Frankfurt am Main (APA) - Besorgt um den Handelsstreit zwischen den USA und China sind die Börsen in Europa am Freitag mit Verlusten in den ...

Frankfurt am Main (APA) - Besorgt um den Handelsstreit zwischen den USA und China sind die Börsen in Europa am Freitag mit Verlusten in den Handel gestartet. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.00 Uhr mit minus 0,71 Prozent bei 3.405,62 Einheiten.

Der DAX in Frankfurt verlor 0,61 Prozent auf 12.229,95 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit etwas moderateren minus 0,17 Prozent auf 7.187,40 Zähler.

Nachdem es im sino-amerikanischen Handelsstreit am Vortag noch nach Entspannung ausgesehen hatte, scheint die Lage nun wieder ernster: US-Präsident Donald Trump lässt wegen „unfairen Vergeltungsmaßnahmen Chinas“ zusätzliche Strafzölle auf chinesische Warenimporte im Volumen von 100 Milliarden US-Dollar prüfen. China reagierte scharf auf die überraschenden Drohungen und kündigte „umfassende Gegenmaßnahmen“ an. Bereits zuvor hatten sich beide Länder gegenseitig mit Importzöllen auf Waren im Umfang von 50 Milliarden US-Dollar überzogen.

Negative Impulse kamen auch von konjunktureller Seite: In Deutschland ist die Produktion im verarbeitenden Gewerbe um 1,6 Prozent gesunken, während Analysten mit einem Zuwachs um 0,2 Prozent gerechnet hatten. Für Zurückhaltung unter den Anlegern sorgt auch, dass der US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag ansteht.

Die am heutigen Freitag ex Dividende gehandelten Aktien von Daimler reduzierten sich um 6,1 Prozent. Der Autobauer schüttet 3,65 Euro je Anteil an ihre Anteilseigner aus. An der Spitze des Euro-Stoxx-50 setzten sich dagegen die Aktien der spanischen Bank BBVA. Sie stiegen genau wie die Versorgertitel von Engie und die Anteilsscheine der Telefonica um 0,5 Prozent.

Mit Blick auf die Branchentafel gerieten Rohstoffwerte unter Druck. Antofagasta verloren in London mehr als eineinhalb Prozent. Rio Tinto und Glencore notierten ebenfalls ein Prozent tiefer.

In Großbritannien konnten dagegen die Papiere von Shire mit plus 2,1 Prozent an die Spitze des Leitindex klettern. Der CEO des japanischen Takeda-Konzerns hatte sich zuvor positiv zu einem Kauf des britischen Unternehmens geäußert.

Auch Analystenstimmen sorgten für Impulse. Lufthansa stiegen nach einem positiven Kommentar der UBS um 1,6 Prozent. Auch die Schweizer Titel von Dufry gewannen nach einer angehobenen Dividende und einer Kurszielerhöhung durch Kepler 2,9 Prozent.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA141 2018-04-06/10:12


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