Starkes Plus in Tirol und Gäste-Rekord

Ein Wachstum von 3,2 % sagt die Bank Austria heuer für Tirol voraus. Im Winter werde erstmals die Marke von 27 Mio. Nächtigungen geknackt.

Alle Tiroler Wirtschaftssparten sind zurzeit auf Touren.
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Innsbruck, Wien –„Die Zeichen stehen weiterhin auf kräftiges Wachstum“, betonen die Ökonomen der Bank Austria. Für Österreich wurde die Wachstumsprognose für heuer jüngst von plus 2,6 auf 2,8 Prozent nach oben revidiert. Noch besser sieht es weiterhin in Tirol aus, das Österreich seit der Jahrtausendwende bei der Wachstumsquote in den meisten Jahren abgehängt hat: Nachdem die Tiroler Wirtschaft im Vorjahr um 3,4 Prozent (Bundesschnitt plus 2,9 Prozent) zugelegt hatte, soll das Wachstum heuer in Tirol mit 3,2 Prozent erneut sehr stark ausfallen.

„In Tirol zeigen fast alle Wirtschaftsindikatoren nach oben“, betont Susanne Wendler, Bereichsvorstand Firmenkunden, gegenüber der TT. Der breite Branchenmix von der Industrie über den Bau bis hin zum Tourismus, zum Handel und dem Dienstleistungssektor bleibe eine große Stärke des Standorts Tirol.

Alle Branchen laufen in Tirol zurzeit auf Hochtouren, sagt auch Firmenkunden-Landesdirektor Markus Sappl. Die Tiroler Industrie habe im Vorjahr den Umsatz um 6,4 % auf 13,3 Mrd. Euro steigern können, die Zahl der Beschäftigten in der Warenherstellung sei in den letzten beiden Jahren um 1700 auf 53.000 gestiegen. Tirols Exporte legten 2017 mit plus 5 % auf 12,9 Mrd. Euro etwas weniger zu als der Bundesschnitt (plus 8 % auf 141,9 Mrd. Euro). Nach Italien verzeichnete Tirol aber ein starkes Plus von 10 % auf 1,4 Mrd. Euro. Heuer sollten sich Tirols Gesamtexporte laut Wirtschaftskammer sowie Bank Austria auf 13,5 Mrd. Euro erhöhen. Der Bau legte im Vorjahr in Tirol um 7,8 % auf 4,8 Mrd. Euro zu, heuer sollte das Plus 5 % ausmachen.

Im Tourismus stiegen die Nächtigungen im Gesamtjahr 2017 um 2 % auf 47,9 Millionen an. „In dieser hervorragend laufenden Wintersaison wird sicher erstmals die Nächtigungsmarke von 27 Millionen geknackt“, so Sappl. Tirols Arbeitslosenquote werde von 5,8 auf 5,2 und damit auf ein Zehnjahrestief fallen.

Österreichweit hat die Industrie die Produktionsleistung nominell um 8,9 Prozent auf 159,5 Mio. Euro gesteigert, womit die Produktionsrückgänge der Jahre 2013 bis 2016 kompensiert worden seien. 30 Prozent (42,8 Mrd, Euro) des Exportvolumens von 141,9 Mrd. Euro gingen nach Deutschland, 7 Prozent in die USA (9,7 Mrd. Euro). Der Gesamt-Beschäftigtenstand der Industriebetriebe wurde um 1,1 Prozent auf 437.150 ausgeweitet. „Vier Jahre Durststrecke sind überwunden“, heißt es in der Branche. (va)


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