Freispruch für Tiroler Schuldirektor

Ein Prozess mit Seltenheitswert fand gestern am Landesgericht statt. So lautete die Anklage auf Körperverletzung unter Ausnutzung der Amtsst...

© Michael Kristen

Ein Prozess mit Seltenheitswert fand gestern am Landesgericht statt. So lautete die Anklage auf Körperverletzung unter Ausnutzung der Amtsstellung. Dieses Delikts beschuldigt war ein Tiroler Schuldirektor. Und zwar ursprünglich von einer Sechsjährigen.

Das Mädchen hatte letzten Mai gegenüber der Mutter über Schmerzen am Ringfinger geklagt. Laut Sechsjähriger hätten diese von einem Schlag des Lehrers mit einem Holzschlögel gerührt, da diese beim Musizieren kurz unaufmerksam gewesen sei. Ein Arzt hatte darauf eine „kaum sichtbare Schwellung" attestiert. Zur Anklage war es dann gekommen, da noch andere Kinder von diesem Geschehen gesprochen hatten.

Verteidiger Thomas Praxmarer verneinte für den Lehrer jedoch den ganzen Vorfall. Nicht einmal einen Schlögel habe der Direktor in der Hand gehabt. Da die Aussagen der Kinder teils zu widersprüchlich waren und manche der gerade neunköpfigen Musikgruppe einen solchen Hieb gar nicht bemerkt hatten, erging ein rechtskräftiger Freispruch. (fell)


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