Wenn der Tunnel zur Falle wird: Großübung im Roppener Tunnel

Mindesten alle vier Jahre müssen in Tunnels, die länger als 500 Meter sind, Großübungen stattfinden. Etwa 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettung, Polizei und Autobahnmeisterei sowie rund 20 Freiwillige probten am Donnerstag im Roppener Tunnel für den Ernstfall.

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Imst, Roppen – Ein Lkw fängt Feuer, rund 20 Menschen sind im Roppener Tunnel eingeschlosse­n – das Horrorszenario eines jeden Feuer­wehrlers. Am Donnerstagabend wurde es gemeinsam mit der Asfinag geübt. Gegen 19.30 Uhr schrillte bei rund 60 Feuerwehrleuten aus Imst, Silz und Roppen sowie beim Roten Kreuz der Alarm. „Ein Lkw war im Tunnel quergestellt, mehrere Autos standen als Barrier­e darum herum“, beschreibt Bernhard Köck von der Asfinag, der die Übung begleitet hat. Rund 20 Laiendarsteller hatten sich in die Querschläg­e der Tunnelröhre geflüchtet. „Andere waren in den Autos eingeschlossen“, so Köck. Für das Rote Kreuz galt es mehrere Blessuren zu versorgen – vom einfachen Bruch bis hin zur Wirbelsäulenverletzung.

Als besondere Erschwernis kam hinzu, dass Löschwasser vom Inn heraufgepumpt werden musste, um den Brand unter Kontrolle zu bringen. „Bei großen Bränden könnte es theoretisch sein, dass das Wasser nicht reicht, oder dass es aufgrund einer Mure Probleme gibt“, erklärt Köck. Nach einer Stunde und 15 Minuten war die Übung vorbei. „Im Großen und Ganzen war sie erfolgreich“, zieht er ein Resümee. Einige taktische Dinge gehören verbessert. Wichtig war vor allem, die Rettung aus den Querschlägen zu üben. (mr)

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