Deutsche Bürgermeister protestieren gegen Neonazi-Festival in Sachsen

Ostritz (APA/dpa) - Ein im ostdeutschen Ort Ostritz geplantes Neonazi-Festival stößt im deutschen Bundesland Sachsen auf breite Ablehnung. I...

Ostritz (APA/dpa) - Ein im ostdeutschen Ort Ostritz geplantes Neonazi-Festival stößt im deutschen Bundesland Sachsen auf breite Ablehnung. In einer Erklärung haben am Freitag 40 Bürgermeister gegen das am 20. April beginnende Treffen protestiert. Am 20. April wurde 1889 Adolf Hitler geboren.

„Wir wollen und wir brauchen in der Oberlausitz kein rechtsextremes Festival! Nicht in Ostritz, nicht anderswo! Wer Menschenrechte infrage stellt, Bezüge zu einem verbrecherischen System herstellt, wer Demokratie und Pluralismus bekämpft - der ist hier nicht willkommen, dem soll unsere Region kein Zuhause werden“, heißt es unter anderem.

Die Erklärung wurde am Freitag auch dem sächsischen Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) überreicht, der im Landkreis Görlitz unterwegs war. Kretschmer hatte sich bereits vor ein paar Tagen dafür ausgesprochen, das Rechtsrock-Festival nicht tatenlos hinzunehmen.

Zu dem Festival auf einem Privatgrundstück werden 800 Teilnehmer erwartet. Das Bundesland Sachsen gilt in Deutschland als rechte Hochburg. Zehn Jahre lang (2004-2014) war dort die rechtsextreme NPD im Landtag vertreten. Die rechtspopulistische AfD wurde bei der Bundestagswahl 2017 dort stärkste Partei.


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