Tarifstreit bei VW-Tochter Skoda vor Einigung

Der Autobauer bot eine Gehaltserhöhung um zwölf Prozent und eine Einmalzahlung von 2600 Euro an.

Symbolfoto.
© skoda

Mlada Boleslav, Wolfsburg – Im Tarifkonflikt bei der VW-Tochter Skoda zeichnet sich eine Einigung ab. Gewerkschaftsvertreter nahmen das neueste Angebot des Autobauers am Freitag positiv auf, wie die Metallgewerkschaft Kovo mitteilte. Es sieht demnach vor, dass der Tariflohn und die Bonuszahlungen von April an um zwölf Prozent erhöht werden. Zudem sei eine Einmalzahlung von umgerechnet rund 2600 Euro vorgesehen.

Die endgültige Entscheidung fällt auf einer Sitzung des Betriebsgewerkschaftsrats an diesem Mittwoch. Der neue Tarifvertrag wäre rückwirkend vom 1. April 2018 bis zum 31. März 2019 gültig.

Zuletzt hatte sich der Ton zwischen den Tarifparteien deutlich verschärft. Die Gewerkschaft hatte demonstrativ eine Vereinbarung über eine zusätzliche Schicht von Freitag auf Samstag im Stammwerk Mlada Boleslav aufgekündigt und mit Streik gedroht.

Durchschnittliches Bruttogehalt bei 1600 Euro

Das durchschnittliche Bruttogehalt eines Skoda-Arbeiters liegt laut der Agentur CTK bei umgerechnet rund 1600 Euro. Dem Unternehmen geht es ausgezeichnet. Skoda lieferte im vorigen Jahr die Rekordzahl von mehr als 1,2 Millionen Fahrzeugen aus. Meistverkauftes Modell ist das Mittelklasse-Auto Octavia. Die VW-Tochter verfügt in Tschechien neben dem Stammwerk über zwei weitere Fertigungsstätten und produziert auch in Russland und China für die dortigen Märkte. (APA/dpa)

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