Palästinensischer Journalist bei Protesten im Gazastreifen getötet

Gaza (APA/Reuters) - Bei den Zusammenstößen zwischen Palästinensern und israelischen Soldaten an der Grenze zum Gazastreifen ist ein Journal...

Gaza (APA/Reuters) - Bei den Zusammenstößen zwischen Palästinensern und israelischen Soldaten an der Grenze zum Gazastreifen ist ein Journalist getötet worden. Der palästinensische Kameramann Jasser Murtaja sei am Freitag angeschossen worden und am Samstag seinen Verletzungen erlegen, hieß es in Krankenhauskreisen. Der 30-Jährige habe einen Bauchschuss erlitten.

Murtaja arbeitete für den Sender Ain Media. Er ist der 29. Palästinenser, der bei den seit einer Woche anhaltenden Protesten getötet wurde. Nach Angaben der Behörden im Gazastreifen wurden am Freitag mindestens drei weitere Journalisten verletzt. Israelische Opfer gibt es bisher nicht.

Der freie Fotograf Ashraf Abu Amra sagte der Nachrichtenagentur Reuters, er habe neben Murtaja gefilmt, der eine Schutzweste und einen Helm getragen habe. Beide seien klar als Journalisten gekennzeichnet gewesen. „Wir haben gedreht, wie Jugendliche Reifen in Brand gesetzt haben. Wir waren etwa 250 Meter vom Grenzzaun entfernt“, sagte Abu Amra. „Die israelischen Soldaten eröffneten das Feuer, es gab Verletzte.“ Als er mit Murtaja zu einer neuen Position gerannt sei, sei dieser plötzlich zu Boden gestürzt. „Ich habe gebrüllt: ‚Jasser, bist Du in Ordnung?‘. Auf dem Boden unter ihm war Blut. Ich wusste, dass er schwer verletzt ist, als er weggetragen wurde“. Auf Fotos war Murtaja auf einer Krankentrage zu sehen, wie er immer noch seine dunkelblaue Schutzweste mit dem Aufdruck „Presse“ in Großbuchstaben trug.

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