Vater hielt psychisch kranken Sohn 20 Jahre lang in Käfig

Weil er „aufbegehrt“ habe, musste er in einem kleinen Käfig hausen. Am Samstag wurde der 73-jährige Vater des Opfers festgenommen.

Symbolbild.
© TT/Alina Parigger

Tokio – Ein Mann in Japan soll seinen psychisch kranken Sohn 20 Jahre lang in einem kleinen Käfig gehalten haben. Der 73-Jährige sei am Samstag in der Stadt Sanda festgenommen worden und habe ein Geständnis abgelegt, berichteten japanische Medien.

Der Sender NHK zitierte den Vater mit den Worten: „Ich habe meinen Sohn mehr als 20 Jahre lang im Käfig wohnen lassen, weil er psychische Probleme hat und aufbegehrt hat.“ Der Käfig war Berichten zufolge nur einen Meter hoch und 1,80 Meter breit. Er befand sich in einer Hütte neben dem Haus des Vaters. Dieser habe angegeben, den Sohn mit Essen versorgt zu haben und ihm jeden zweiten Tag ein Bad ermöglicht zu haben.

Dem NHK-Bericht zufolge wurde der Sohn in eine Betreuungseinrichtung gebracht. Sein Zustand sei stabil, allerdings leide er an einer Rückenkrümmung. (APA/AFP)

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