Wienerin unter Mordverdacht: In Spital Leben ihres Mannes beendet

Ihr Mann hatte nach Einschätzung der Ärzte nur noch wenige Stunden zu leben gehabt. Bei ihrem Abschiedsbesuch soll die 52-Jährige seinen Beatmungsschlauch gezogen haben.

Symbolfoto.
© Julia Hammerle

Wien – Eine 52-jährige Frau hat laut Landespolizeidirektion am vergangenen Donnerstag in einem Wiener Krankenhaus das Leben ihres im Sterben liegenden Mannes beendet. Der 68-Jährige war am 1. April auf die Intensivstation des Spitals gekommen, wo sich sein Zustand verschlechterte. Er musste künstlich beatmet werden. Die Ehefrau soll bei ihrem Abschiedsbesuch die Beatmungsschläuche gezogen haben.

Das Spital hatte die 52-Jährige telefonisch verständigt, um dieser einen Abschied zu Lebzeiten zu ermöglichen. Wie Polizeisprecherin Irina Steirer am Sonntag erklärte, hatte sich der Mann von einer Nierentransplantation nicht mehr erholt. Er hätte nach Einschätzung der Ärzte nur mehr wenige Stunden zu leben gehabt.

Diesen Todeskampf wollte ihm seine Frau offenbar ersparen. Nachdem sie die lebenserhaltenden Maßnahmen beendet hatte, verließ sie das Spital. Sie wurde noch am selben Abend festgenommen – das Krankenhaus hatte die Polizei verständigt.

Wie Polizeisprecherin Irina Steirer mitteilte, wurde die 52-Jährige nach ihrer Beschuldigteneinvernahme am Samstag enthaftet. Sie soll zum Zeitpunkt der Tat alkoholisiert gewesen sein, hieß es seitens der Landespolizeidirektion. Was die Witwe in ihrer polizeilichen Befragung angegeben hatte, konnte die Polizeisprecherin mit dem Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht preisgeben. Fest dürfte stehen, dass die Eheleute in der Vergangenheit vereinbart hatten, dass eine Lebensverlängerung für sie keinesfalls infrage komme.

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Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die 52-Jährige wegen Mordes. (APA)


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