Strache unter Oppositionsbeschuss

Wien (APA) - Vizekanzler Heinz-Christian Strache ist nach seinem Auftritt in der ORF-“Pressestunde“ am Sonntag unter Oppositionsbeschuss ger...

Wien (APA) - Vizekanzler Heinz-Christian Strache ist nach seinem Auftritt in der ORF-“Pressestunde“ am Sonntag unter Oppositionsbeschuss geraten. SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher sah den FPÖ-Obmann angesichts der inhaltlichen Aussagen vor einem „Parteieintritt in die ÖVP“. NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker vermisst vor allem konkrete Vorschläge, wie dieser in einer Aussendung betonte.

Der FPÖ-Chef könne mit PR-Sprechblasen nicht vom Wählerverrat seiner Partei ablenken, kommentierte Lercher den Auftritt des Vizekanzlers. Dieser habe brav aufgesagt, was ihm die ÖVP-Mitarbeiter mitgegeben hätten. „Von der FPÖ ist nach 112 Tagen in der Regierung hingegen nichts mehr übrig“, findet der SPÖ-Bundesgeschäftsführer. Als „geradezu lächerlich“ bezeichnete er den vorgebrachten Anspruch der FPÖ, eine Arbeiterpartei zu sein.

„Wenn Strache sagt ‚Das sind alles nur Überschriften‘, fasst er die Regierungspolitik perfekt zusammen“, meinte Loacker. „Die FPÖ ist von der Komplexität des österreichischen Systems ganz augenscheinlich überfordert. Weder zur Unfallversicherung noch zur Zusammenlegung von Kassen konnte Strache konkrete Vorschläge vermitteln.“ Auch die Ideen zur Mindestsicherung seien dermaßen konfus, dass aus den Äußerungen kein Bild einer Reform abgeleitet werden könne.

~ WEB http://www.fpoe.at ~ APA154 2018-04-08/13:23


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