Völkermord-Gedenken: Ruandas Präsident bittet Gott um Einigkeit

Kigali (APA) - Ruandas Staatspräsident Paul Kagame hat anlässlich des Jahrestags des Völkermords von 1994 um göttlichen Beistand gebeten. „U...

Kigali (APA) - Ruandas Staatspräsident Paul Kagame hat anlässlich des Jahrestags des Völkermords von 1994 um göttlichen Beistand gebeten. „Unsere Geschichte lehrt uns, dass wir alles in unserer Macht stehende tun müssen, damit ein Genozid nie wieder vorkommt“, sagte der Staatschef am Wochenende, wie Kathpress am Sonntag meldete.

Möge Gott uns helfen, unsere Einigkeit als Ruander zu bewahren und uns die Kraft geben, das zu bekämpfen, was uns entzweit“, sagte er weiter. Einem Bericht der ruandischen Zeitung „New Times“ zufolge gab Kagame am Samstag den Startschuss für das einwöchige Gedenken an die rund 800.000 Opfer des Völkermords. An der Genozid-Gedenkstätte in der Hauptstadt Kigali legten er und seine Ehefrau einen Kranz nieder, ehe sie die „Flamme der Erinnerung“ entzündeten. Zu Gedenkfeiern kam es darüber hinaus auch in Kenia, Belgien, Australien, den USA und China. In der Zentralafrikanischen Republik, im Sudan und Südsudan gedachten Ruandas Friedenssoldaten der Verstorbenen mit einer Schweigeminute.

Am 7. April 1994 begann das Blutbad, bei dem innerhalb von 100 Tagen knapp eine Million Menschen starben. Neben den Tutsi töteten Hutu-Extremisten in dem ostafrikanischen Land auch zahlreiche gemäßigte Hutu. Kagame gelang es, mit den Rebellen der „Ruandischen Patriotischen Front“ (RPF) das Morden zu beenden und die Regierung zu übernehmen. Kritiker werfen ihm jedoch einen autoritären Führungsstil vor.

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