Ein Blauhelm-Soldat bei Angriff in malischem Timbuktu getötet

Timbuktu (APA/AFP) - Bei einem groß angelegten Angriff auf einen UN-Stützpunkt im malischen Timbuktu ist mindestens ein Blauhelm-Soldaten ge...

Timbuktu (APA/AFP) - Bei einem groß angelegten Angriff auf einen UN-Stützpunkt im malischen Timbuktu ist mindestens ein Blauhelm-Soldaten getötet worden. Rund zehn weitere wurden bei der Attacke am Samstag verletzt, wie die UN-Mission Minusma mitteilte. Demnach wurde der Stützpunkt unter anderem mit Granatwerfern und einem von einem Selbstmordattentäter gefahrenen Fahrzeug attackiert.

Soldaten und Angreifer lieferten sich Schusswechsel. Die Lage sei inzwischen „unter Kontrolle“, erklärte die Minusma. Ein Sicherheitsvertreter sagte, ein solcher Angriff auf die Blauhelm-Soldaten in Timbuktu sei „beispiellos“: „Das ist das erste Mal, dass es einen Angriff von solchem Ausmaß auf die Minusma in Timbuktu gegeben hat.“

Die Vereinten Nationen haben 13.000 Soldaten und Polizisten in Mali stationiert, viele von ihnen im unruhigen Norden des afrikanischen Krisenstaates. An der UNO-Mission nimmt auch Österreich mit drei Soldaten teil. Mehrere überwiegend islamistische Gruppierungen hatten 2012 die Kontrolle über den Norden des Landes übernommen. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff 2013 militärisch ein und drängte die Islamisten und Tuareg-Rebellen zurück.

Die UN-Friedenstruppe Minusma soll einen 2015 geschlossenen Waffenstillstand überwachen. Die Blauhelm-Soldaten werden immer wieder Ziel von Angriffen.


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