Europas Leitbörsen starten wenig verändert in die Handelswoche
Frankfurt am Main (APA) - Zum Wochenstart haben sich die Leitbörsen Europas zunächst kaum vom Fleck bewegt. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 9....
Frankfurt am Main (APA) - Zum Wochenstart haben sich die Leitbörsen Europas zunächst kaum vom Fleck bewegt. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 9.20 Uhr mit plus 0,01 Prozent oder 0,32 Punkte bei 3.448,32 Einheiten. Der DAX in Frankfurt gewann 0,14 Prozent oder 17,07 Zähler auf 12.459,47 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 dagegen um 0,16 Prozent oder 11,39 Einheiten tiefer bei 7.253,17 Punkten.
Etwas Erleichterung machte sich unter den Anlegern breit, nachdem von den westlichen Alliierten unter Führung der USA ein nur begrenzter Angriff auf Ziele in Syrien durchgeführt wurde. An den Finanzmärkten war zuvor mit einem militärischen Angriff gegen Syrien als Antwort auf einen vermeintlichen Giftgaseinsatz in dem Land gerechnet worden.
Nun rechnen die Marktteilnehmer derzeit nicht mit einer weiteren Eskalation der Lage. Unterstützt wird die Annahme von Aussagen wichtiger Politiker. So hatte US-Präsident Donald Trump kurz nach den Militärschlägen mitgeteilt, dass die „Mission vollendet“ sei. Auch der britische Außenminister Boris Johnson hatte die Militärschläge als eine einmalige Aktion bezeichnet.
Im weiteren Tagesverlauf stehen heute vor allem Daten aus den USA im Mittelpunkt. Veröffentlicht werden der Empire-State-Index, das Stimmungsbarometer des verarbeitenden Gewerbes in der Region New York, sowie Zahlen zu den Einzelhandelsumsätzen für März.
Zudem könnten die im Mittagshandel anstehenden Quartalszahlen der Bank of America für etwas Bewegung im Bankensektor sorgen. Im Frühhandel notierten Bankwerte im Euro-Stoxx-50 moderat im Plus. So erhöhten sich Societe Generale und Intesa Sanpaolo um jeweils rund 0,2 Prozent.
Deutsche Bank legten mit 0,24 Prozent minimal stärker zu. Wie am Sonntag laut Insidern berichtet wurde, muss die Deutsche Bank auf Anweisung der EZB-Bankenaufsicht durchrechnen, was die Abwicklung des Investmentbanking kosten würde. Die Berechnungen liefen schon seit einiger Zeit und stünden nicht im Zusammenhang mit dem Chefwechsel bei Deutschlands größter Bank, sagte die mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Die Deutsche Bank solle simulieren, wie sich der Wert des Kapitalmarkt- und Derivategeschäfts entwickelt, wenn sie als zahlungsfähiges Institut das Neugeschäft plötzlich einstellt. Es gehe also nicht um eine Abwicklung im Fall einer Pleite, die deutlich aufwendiger wäre, hieß es.
Vor dem Hintergrund schwacher Ölpreise gaben Öl- und Versorgerwerte Terrain ab. Total sanken um klare 0,45 Prozent und Eni verloren 0,34 Prozent. Abschläge gab es auch bei Engie (minus 0,36 Prozent) zu sehen. Die als gering eingeschätzte Wahrscheinlichkeit, dass die Lage in Syrien eskaliert, hat die Ölpreise auf Talfahrt geschickt, hieß es aus dem Handel.
Gesucht waren im Euro-Stoxx-50 indessen Airbus-Aktien mit plus 1,17 Prozent. Die Titel werden heute ex Dividende gehandelt. Der Flugzeughersteller schüttet 1,50 Euro je Anteilsschein aus.
~ ISIN EU0009658145 ~ APA081 2018-04-16/09:39
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