Kleinflugzeuge in Deutschland zusammengestoßen - Spurensuche läuft
Schwäbisch Hall (APA/dpa) - Nach dem Unglück mit zwei Toten in der Nähe von Schwäbisch Hall geht die Suche nach der Ursache weiter. „Das wir...
Schwäbisch Hall (APA/dpa) - Nach dem Unglück mit zwei Toten in der Nähe von Schwäbisch Hall geht die Suche nach der Ursache weiter. „Das wird mehr oder weniger den Tag in Anspruch nehmen“, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Nach Angaben der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) waren vier Kollegen an der Unglücksstelle am Adorf Würth Airport. In vier bis sechs Wochen soll ein Zwischenbericht vorliegen.
Laut Polizei steht zudem die Bergung der Wracks an. Wann das geschehe, sei aber noch offen. Mit weiteren Toten sei nicht zu rechnen, sagte ein BFU-Sprecher. Ums Leben kamen demnach der Pilot eines viersitzigen Sportflugzeugs (Cirrus SR 20), der alleine an Bord war, sowie der Pilot eines einsitzigen Ultraleichtflugzeugs. Beide waren am Sonntag beim Landeanflug 600 Meter vor dem Airport bei Schwäbisch Hall aus bisher ungeklärter Ursache zusammengestoßen und abgestürzt. Die BFU bestätigte, dass es sich bei den Toten um die Piloten handelte.
Deren Identität blieb zunächst unklar - ebenso wie die Unfallursache. Man gehe derzeit davon aus, dass es sich um Privatpersonen handle, sagte ein Polizeisprecher. Offen war demnach auch, ob die Maschinen eine sogenannte Blackbox hatten, die die Flugdaten erfasst und Erkenntnisse zur Unfallursache liefern könnte. Woher die Flugzeuge kamen, war zunächst noch nicht abschließend geklärt.
Dem Polizeisprecher zufolge haben sich erste Zeugen gemeldet, die möglicherweise zur Klärung beitragen können. Die Ermittler hatten auch eine Gruppe Jugendliche, die in der Nähe des Absturzorts unterwegs war, gebeten, sich zu melden.
Das Ultraleichtflugzeug brannte den Angaben nach aus und wurde von der Feuerwehr gelöscht. Die Absturzstelle rund 600 Meter vom Flughafen Adolf Würth wurde bereits am Sonntag weiträumig abgesperrt. Der Polizei zufolge hatten beide Piloten den Airport, der sowohl als Geschäftsflugplatz als auch für den Luftsport genutzt wird, angesteuert. Der Airport war nach eigenen Angaben am Montag wieder für den Flugverkehr freigegeben.
Der Flughafen hatte noch für 2017 auf seiner Homepage einen sogenannten Safety Letter veröffentlicht, um auf die besonderen Herausforderungen dort hinzuweisen. An dem Airport finden nach eigenen Angaben mehr als 30.000 Flugbewegungen pro Jahr statt. Ein Mischverkehr aus Maschinen im Sicht- und im Instrumentenflug mache An- und Abflug aber zu einer Herausforderung, hieß es.
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