US-Börsen starten mit höheren Notierungen

New York (APA) - Das Ausbleiben einer Eskalation der Lage in Syrien hat am Montag für etwas Entspannung an den US-Börsen gesorgt. Gegen 15.4...

New York (APA) - Das Ausbleiben einer Eskalation der Lage in Syrien hat am Montag für etwas Entspannung an den US-Börsen gesorgt. Gegen 15.45 Uhr gewann der Dow Jones Industrial Index 183,97 Einheiten oder 0,76 Prozent auf 24.544,11 Zähler. Der S&P-500 Index stieg 15,14 Punkte oder 0,57 Prozent auf 2.671,44 Zähler. Der Nasdaq Composite Index erhöhte sich um 26,36 Punkte oder 0,37 Prozent auf 7.133,01 Einheiten.

Bisher gingen die Investoren recht entspannt mit der Situation in Syrien um, trotz dem jüngsten Militärschlägen der USA, Großbritanniens und Frankreichs in dem Land. Solange die Lage nicht weiter eskaliere, könnten sich die Anleger wieder anderen Themen wie der Berichtssaison zuwenden, hieß es von Marktanalyst Craig Erlam vom Devisenhändler Oanda.

An den Finanzmärkten war mit einem militärischen Angriff gegen Syrien als Antwort auf einen vermeintlichen Giftgaseinsatz in dem Land gerechnet worden. Dennoch besteht weiterhin das Risiko, dass sich der Konflikt zwischen den USA und Russland um das Bürgerkriegsland weiter hochschaukelt. So hatten die USA am Sonntag neue Sanktionen gegen Russland angekündigt.

Neue Daten aus den USA lieferten keine starken Impulse. Der Empire State-Index, welcher das Geschäftsklima in der Region New York misst, fiel schlechter aus als erwartet. Die US-Einzelhandelsumsätze für März übertrafen dagegen die Prognosen der Experten.

Daneben rückten die Quartalszahlen der Bank of America in den Fokus. Die Bank hat im ersten Quartal dank niedrigeren Steuern, höheren Zinsen und einem deutlichen Kreditwachstum im Zuge der boomenden US-Wirtschaft einen Gewinnrekord eingefahren. Das Ergebnis schoss um 30 Prozent auf 6,9 Mrd. Dollar in die Höhe und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Die Papiere notierten im Frühhandel um minimale 0,13 Prozent höher.

Die Branchenkollegen zeigten sich uneinheitlich. Während Morgan Stanley rund 1,5 Prozent zulegten, verloren Citigroup 0,39 Prozent. Im Dow Jones gewannen Goldman Sachs 1,4 Prozent und JPMorgan 0,7 Prozent. Am vergangenen Freitag hatten bereits Citigroup, JPMorgan und Wells Fargo Zahlen vorgelegt, die von den Anlegern mit hohen Kursverlusten quittiert wurden. Im weiteren Wochenverlauf veröffentlichen aus dem Finanzsektor dann noch Goldman Sachs, Morgan Stanley und American Express Quartalszahlen.

Zudem stehen heute nach Börsenschluss die Zahlen des Videostreaming-Dienstes Netflix auf der Agenda. Im Vorfeld erhöhten sich die Papiere um 0,33 Prozent. Sich häufende positive Einschätzungen von Analysten hatten den Aktien zuletzt wieder deutlich Auftrieb gegeben.

Dagegen verloren die Papiere des Nahrungsmittelherstellers Kraft Heinz gut ein Prozent, nachdem die Credit Suisse sie von „Outperform“ auf „Underperform“ gleich doppelt abgestuft hatte mit einem von 77 auf 55 Dollar gekappten Kursziel.

Für die Aktien des Autoherstellers General Motors (GM) ging es indessen um rund 0,7 Prozent bergauf. Wegen einer „historischen“ Veränderung des Kundeninteresses legt der Autokonzern einen Teil der Produktion seines Modells Chevrolet Cruze vorerst auf Eis. Im Werk in Lordstown im Bundesstaat Ohio fallen deshalb 1.500 Stellen weg.

~ ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072 ~ APA380 2018-04-16/15:54