Wiener Börse

Wien (APA) - Die Wiener Börse hat am Montag knapp behauptet geschlossen. Der ATX fiel geringfügig um 1,49 Punkte oder 0,04 Prozent auf 3.415...

Wien (APA) - Die Wiener Börse hat am Montag knapp behauptet geschlossen. Der ATX fiel geringfügig um 1,49 Punkte oder 0,04 Prozent auf 3.415,54 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 26 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 3.442,00 Punkten.

Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +0,83 Prozent, DAX/Frankfurt -0,39 Prozent, FTSE/London -0,91 Prozent und CAC-40/Paris -0,11 Prozent.

Im Fokus stand zu Wochenbeginn der Syrien-Konflikt. Zwar beruhigte das Ausbleiben einer weiteren Eskalation die Anleger etwas. Marktbeobachter verwiesen jedoch auf das Risiko, dass sich der Konflikt zwischen den USA und Russland um das Bürgerkriegsland Syrien noch ausweitet. Zudem kündigten die USA neue Sanktionen gegen Russland an.

Am Nachmittag rückten auch aktuelle US-Wirtschaftsdaten ins Blickfeld der Investoren. So hat sich die Stimmung in der Industrie im US-Bundesstaat New York im April spürbar eingetrübt. Die US-Einzelhändler haben hingegen ihre Negativserie im März beendet und nach zuvor drei Umsatzrückgängen in Folge erstmals wieder mehr Geld in den Kassen gezählt.

Die Aktien der stark am russischen Markt engagierten Raiffeisen Bank International (RBI) rutschten 3,27 Prozent auf 26,64 Euro ab. Die Wertpapierexperten der britischen Investmentbank Barclays haben ihr Kursziel von 28,50 Euro auf 27,50 Euro abgesenkt. Ihre Anlageempfehlung bleibt indessen weiter auf „Equal Weight“. Die Russland-Sanktionen haben für RBI vor allem Auswirkungen durch den schwächeren Rubel, schreibt Analyst Victor Galliano in einer aktuellen Analyse.

Bei den übrigen Bankwerten gewannen Erste Group in einem freundlichen europäischen Branchenumfeld 1,00 Prozent auf 40,52 Euro und BAWAG konnten sich leicht um 0,37 Prozent auf 43,28 Euro steigern.

In einem negativen europäischen Versorger-Sektor konnten Verbund deutlich um 2,39 Prozent auf 24,84 Euro zulegen und führten damit auch die Gewinnerliste im prime market an. Aktien der EVN gewannen leicht um 0,50 Prozent auf 16,18 Euro.

Zu den größeren Verlierern zählten zu Wochenbeginn Polytec mit einem Abschlag von 3,18 Prozent auf 15,22 Euro. AT&S büßten 2,84 Prozent auf 22,20 Euro ein. Do & Co knüpften mit minus 3,48 Prozent auf 48,55 Euro an die Freitagsverluste an.

~ ISIN AT0000999982 ~ APA441 2018-04-16/17:58