Hoffnung für Zypern - Treffen der zypriotischen Volksgruppenführer

Nikosia/Lefkosa (APA/dpa) - Erstmals nach neun Monaten haben sich die Volksgruppenführer der griechischen und türkischen Zyprioten, Nikos An...

Nikosia/Lefkosa (APA/dpa) - Erstmals nach neun Monaten haben sich die Volksgruppenführer der griechischen und türkischen Zyprioten, Nikos Anastasiades und Mustafa Akinci, am Montagabend zu einem informellen Abendessen unter UNO-Schirmherrschaft in der zypriotischen Hauptstadt Nikosia getroffen. „Sie hatten einen offenen und ehrlichen Austausch von Ansichten“, so die UNO-Repräsentantin Elisabeth Spehar nach dem Abendessen.

Der zypriotische Präsident und Vertreter der griechischen Zyprioten, Anastasiades, erklärte, es hänge nun vom Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, ab, ob die UN in der kommenden Zeit eine neue Vermittlung in die Wege leiten werden. Im Juli 2017 war eine andere Verhandlung unter UN-Schirmherrschaft nach mehrjährigen Bemühungen kläglich gescheitert. „Wir schließen eine (neue) Vermittlung (der UN) nicht aus“, sagte Anastasiades im zypriotischen Fernsehen (RIK) nach dem Abendessen.

Zypern ist seit 1974 nach einem griechischen Putsch und einer türkischen Militärintervention geteilt. Die Türkische Republik Nordzypern ist international nur von der Türkei anerkannt. Die Republik Zypern ist seit 2004 EU-Mitglied. Die Regierung unter Präsident Anastasiades kontrolliert jedoch nur den Südteil der Insel. Als mögliche Lösung wird eine Föderation zweier Bundesländer mit politisch gleichberechtigten Volksgruppen angestrebt.