Europas Leitbörsen zur Eröffnung überwiegend fester erwartet

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Positive Wachstumssignale aus China dürften den europäischen Leitbörsen am Dienstag wieder auf die Sprünge...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Positive Wachstumssignale aus China dürften den europäischen Leitbörsen am Dienstag wieder auf die Sprünge helfen. Nach dem schwächeren Wochenstart deutet der FDAX als Indikator für den deutschen Leitindex rund eine Dreiviertelstunde vor dem Start für den DAX ein Plus von 0,25 Prozent auf 12.458,00 Punkte an.

Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 dürfte ebenfalls stärker starten. Er wird vorab bei einem Plus von 0,18 Prozent auf 3,374,00 Punkten anvisiert. Auf der britischen Insel zeichnet sich unterdessen ein Minus beim Leitindex FTSE-100 ab.

Vor dem Hintergrund einer möglichen Eskalation im Handelsstreit mit den USA zeigt Chinas Wirtschaft robustes Wachstum: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum legte die zweitgrößte Volkswirtschaft im ersten Quartal um 6,8 Prozent zu. Von Bloomberg befragte Experten hatten mit einem Anstieg in dieser Größenordnung gerechnet.

Marktexperte Martin Utschneider von der Privatbank Donner & Reuschel mahnte dennoch zur Vorsicht. „Die Wahrscheinlichkeit kurzfristiger Gewinnmitnahmen ist durch die jüngsten Entwicklungen in Syrien nach wie vor eklatant vorhanden“, erklärte er. In der Nacht hatte es falschen Alarm über einen israelischen Luftangriff auf das Bürgerkriegsland gegeben.

Aus Unternehmenssicht sollten in Deutschland Bayer und Drägerwerk im Auge behalten werden. Der aus Singapur stammende Staatsfonds Temasek nutzt den Kapitalbedarf von Bayer für die Übernahme von Monsanto für eine kräftige Anteilsaufstockung und kauft 31 Millionen neue Papiere zu einem Bruttoemissionspreis von insgesamt 3 Milliarden Euro. Mit dem Erwerb von 3,6 Prozent an Bayer steigt der gesamte Anteil Temaseks am Pharma- und Chemiekonzern auf 4 Prozent.

Derweil blickt der Medizin- und Sicherheitstechnikkonzern Drägerwerk nach einem durchwachsenen Jahresstart etwas vorsichtiger auf 2018. Die Profitabilität werde nun „vermutlich im unteren Bereich der prognostizierten Bandbreite liegen“, hieß es.

Auch Analystenkommentare könnten ihre Spuren hinterlassen: So senkte Markus Mittermaier von der UBS zwar sein Kursziel für Siemens. Er hält die Papiere der Münchner aber für deutlich unterbewertet.

Die Experten vom Bankhaus Lampe strichen indes ihre Kaufempfehlung für die zuletzt auf den höchsten Stand seit fast drei Monaten gekletterten Aktien von LEG Immobilien.

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