Landespolitik

Bedarf an zusätzlichen Parkplätzen wird erhoben

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Zwei FPÖ-Gemeinderäte fordern zusätzliche Parkplätze am St. Johanner Bahnhof. Die ÖBB und die Gemeinde prüfen, ob diese notwendig sind.

St. Johann i. T. –Da der Umstieg vom Auto auf die Bahn von den ÖBB und Partnern aktiv beworben werde und dadurch die Zahl der Pendler steige, fordern Heribert Mariache­r und Claudia Pali von der St. Johanner FPÖ einen Ausbau der Park&Ride-Anlage am Bahnhof. Schon jetzt sei dort das Parkplatz-Angebot erschöpft. „Das Problem betrifft nicht nur Pendler, sondern auch Leute, die mit dem Zug zum Beispiel nach Innsbruck fahren wollen, um in ein Konzert zu gehen oder jemanden im Krankenhaus zu besuchen“, sagt Mariacher gegenüber der TT. In einer schriftlichen Anfrage wollten Mariacher und Pali bei der jüngsten Gemeinderatssitzung wissen, ob eine Erweiterung der Park&Ride-Anlage am St. Johanner Bahnhof angedacht ist.

Bürgermeister Stefan Seiwald sieht derzeit keinen Bedarf an weiteren Stellplätzen. „Bei der Marktgemeinde ist bisher noch keine Anregung oder gar Beschwerde hinsichtlich fehlender Park&Ride-Parkplätze eingegangen.“ Der Verkehrsausschuss sei beauftragt worden zu erheben, ob es sich bei der in der Anfrage gestellten Behauptung um eine objektive oder subjektive Wahrnehmung handelt. „Wenn sich durch die Arbeit des Verkehrsausschusses herausstellen sollte, dass hier Handlungsbedarf besteht, werden wir natürlich umgehend bei den ÖBB auch dieses Thema ansprechen und aktiv in Angriff nehmen“, erklärt Seiwald.

Die ÖBB verzeichnen laut Pressesprecher Christoph Gasser-Mair im Sommer täglich rund 2600 Ein- bzw. Aussteiger am St. Johanner Bahnhof. Derzeit stehen 35 Pkw-Stellplätze zur Verfügung. Aktuell sei kein Ausbau geplant. Aber: „Seit der Einführung des Tirol-Tickets ist ein allgemein vermehrter Bedarf an Stellplätzen sowohl für Pkw als auch für Fahrräder und einspurige Kraftfahrzeuge feststellbar.“ Dem werde bereits Rechnung getragen: ÖBB und Land Tirol haben gemeinsam eine Untersuchung mit dem Namen „Mobilitätsverknüpfung Tirol“ in Auftrag gegeben. „Die Ergebnisse werden voraussichtlich im Herbst dieses Jahres vorliegen und einen Leitfaden für den künftigen Bedarf an Stellplätzen für Pkw, Fahrräder und einspurige Fahrzeuge an allen Tiroler Verkehrsstationen vorgeben“, erklärt Gasser-Mair.

Die Realisierung von Parkmöglichkeiten an manchen Bahnhöfen sei aufgrund der Gegebenheiten vor Ort nicht immer möglich. „Wenn aber Wünsche und Anregungen an uns herangetragen werden, werden diese mit den Partnern seriös auf Machbarkeit und Finanzierbarkeit geprüft.“ Laut Gasser-Mair beteiligen sich Land und Gemeinde(n) nach einem festgelegten Schlüssel an der Finanzierung: 50 Prozent ÖBB, 50 Prozent Land und Gemeinden. (miho)