Juncker zu Macron: Frankreich ist wieder unter uns

Straßburg/Brüssel (APA) - EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat sich mit der Rede von Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron ...

Straßburg/Brüssel (APA) - EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat sich mit der Rede von Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron im Europaparlament in Straßburg mehr als zufrieden gezeigt. „Frankreich ist wieder unter uns“, so Juncker. Macron selbst hatte zuvor betont, er sei für eine „neu erfundene Souveränität Europas“.

Er gehöre einer Generation an, die den Krieg nicht mehr erlebt habe. „Die sich jetzt den Luxus leistet, das zu vergessen, was unsere Vorgänger erlebt haben. Ich möchte einer Generation angehören, die sich ganz entschlossen für die eigene Demokratie einsetzt, und das nur nicht zur Worthülse verkommt“, so Macron.

Juncker erklärte zu den Aussagen Macrons, „ja, ja, ich bin einverstanden“. Die Luxemburger seien ja immer sehr bescheiden. „Wir sagen oft, dass Luxemburg das kleine Frankreich im Ausland ist“.

Er teile die Ziele Macrons, „vor allem für ein soziales Europa“. Er wolle gemeinsam mit Macron dafür eintreten, die Spaltungen zwischen dem Osten und Westen zu überbrücken „durch die Neuerfindung einer Gemeinsamkeit“. Europa dürfe nicht weiter gespalten werden, sondern solle als starke Einheit auftreten. Allerdings sei Europa nicht nur die Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland. Alle Länder seien einzubeziehen und „ich unterstütze auch Macron, wenn er sagt, dass er den Dialog mit den Bürgern intensivieren will“.

Juncker unterstrich auch die Bedeutung der EU-Perspektive für den Westbalkan. „Ich möchte nicht, dass der Krieg auf dem Westbalkan wieder Einzug hält“.

~ WEB http://www.europarl.europa.eu/portal/de ~ APA171 2018-04-17/11:11