“Bus ist ohne zu schauen losgefahren“
Vater eines Lebenshilfeklienten beschwert sich über Fehlverhalten von Busfahrern. Unternehmen bietet kleine Entschädigung an.
Landeck, See –Lebenshilfeklient David Kleinheinz aus Landeck machte in der Karwoche einen Skitag in See, eine Betreuerin begleitete ihn. Bei der Rückfahrt mit dem Bus soll es zu einer gefährlichen Situation gekommen sein, wie sein Vater Herbert Kleinheinz schilderte: „David wollte seine Ski holen. Offenbar konnte er diese nicht schnell genug vom Skiträger des Busses wegnehmen. Der Bus fuhr plötzlich los. David hätte ja auch mit dem Anorak am Skiträger hängen bleiben können.“ Der Vater fuhr dann, so seine Schilderung, mit dem Pkw zum Bahnhof, wo er die Ski holen konnte. Als er den Fahrer mit dem Vorfall konfrontierte, habe sich dieser zurückgelehnt und gesagt, so etwas könne schon einmal passieren. Entschuldigt habe sich der Lenker aber nicht. Wenige Tage später habe David mit seiner Begleiterin an einer Haltestelle in Pians auf den Skibus gewartet. „Der Bus ist ohne stehen zu bleiben schnell vorbeigefahren. Wir mussten ein Ersatzfahrzeug organisieren, damit die beiden ins Skigebiet kamen“, so der empörte Vater.
Busunternehmer Willi Siegele aus dem Paznaun sagte am Dienstag auf TT-Anfrage: „Beim ersten Vorfall war keiner unserer Lenker beteiligt, das war ein anderer Bus. Beim zweiten Vorfall haben wir uns mehrfach bei Herrn Kleinheinz entschuldigt und ihm angeboten, die Unkosten zu ersetzen.“ Er habe mit seinem Lenker geredet, so Siegele. „Er kann sich nicht mehr erinnern, ob an dieser Haltestelle Fahrgäste gewartet haben. Wir haben die ganze Saison viel Stress. Trotzdem sind bei mir kaum fünf Beschwerden eingetroffen.“ (hwe)
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