Chef von Oppositionspartei MHP in Türkei will vorgezogene Wahlen

Istanbul/Ankara (APA/dpa) - Der Vorsitzende der ultranationalistischen MHP hat vorgezogene Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in der Tür...

Istanbul/Ankara (APA/dpa) - Der Vorsitzende der ultranationalistischen MHP hat vorgezogene Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in der Türkei gefordert. Diese sollten bereits im August stattfinden. „Es gibt keinen Grund, diese Sache noch weiter hinauszuzögern“, sagte MHP-Chef Devlet Bahceli am Dienstag nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu vor der Fraktion seiner Partei in Ankara.

Bahceli ist ein Unterstützer von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan. Bei den Wahlen wollen die MHP und Erdogans AKP eine Wahlallianz eingehen.

Erdogan bekräftigte den bisher angepeilten Wahltermin. Bisher sind die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen für November 2019 geplant. Sie sind als Abschluss der schrittweisen Einführung eines Präsidialsystems gedacht, für das im April 2017 eine knappe Mehrheit der Türken per Referendum gestimmt hatte.

MHP-Chef Bahceli schlug als neuen Wahltermin den 26. August 2018 vor - den Jahrestag der Schlacht von Manzikert. Die von Nationalisten verklärte Schlacht am 26. August 1071 leitete den Niedergang der Byzantiner ein und machte den Weg für die türkische Besiedlung Anatoliens frei.