Liftangestellter nach tödlichem Skidoo-Unfall angeklagt
Innsbruck – Im Februar fuhren an einem Sonntagabend in der Skiwelt Wilder Kaiser ein Liftangestellter und zwei Frauen (42, 31) mit einem Ski...
Innsbruck –Im Februar fuhren an einem Sonntagabend in der Skiwelt Wilder Kaiser ein Liftangestellter und zwei Frauen (42, 31) mit einem Skidoo ins Tal. Bei der Talstation in Söll hatte das Trio mit dem Schneemobil dann auf der unbeleuchteten Piste noch ein paar Runden gedreht. Letztlich tödlicher Übermut. Denn irgendwann hatte der ohnehin alkoholisierte Liftangestellte die ebenso angetrunkene 42-jährige Kubanerin aufgefordert, sich doch selbst einmal an den Lenker des Skidoos zu setzen.
Es kam, wie es kommen musste. Die gänzlich ungeübte Kubanerin prallte schon bald gegen die Seilführung eines Tellerliftes und wurde unter dem 350 Kilo schweren Skidoo eingeklemmt. Vier Tage später erlag sie ihren Verletzungen.
Der Liftangestellte muss sich nun am 2. Mai einem Prozess wegen grob fahrlässiger Tötung stellen – es gilt die Unschuldsvermutung. Ihm drohen bis zu drei Jahre Haft, wie Staatsanwalt Hansjörg Mayr der TT gestern auf Anfrage bestätigte. (fell)