Syrien - Putin hält objektive OPCW-Untersuchung für wichtig

Moskau/Den Haag (APA/dpa) - Russlands Präsident Wladimir Putin hält eine Untersuchung des mutmaßlichen Giftgasanschlags in der syrischen Sta...

Moskau/Den Haag (APA/dpa) - Russlands Präsident Wladimir Putin hält eine Untersuchung des mutmaßlichen Giftgasanschlags in der syrischen Stadt Duma durch OPCW-Experten für sehr wichtig. Die Experten der Organisation für ein Verbot von Chemiewaffen sollten die Vorwürfe sorgfältig und objektiv prüfen, sagte Putin einer Mitteilung des Kremls zufolge in einem Gespräch mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag.

Das OPCW-Team soll nach russischen Angaben am Mittwoch seine Arbeit in der Region Ost-Ghouta aufnehmen. Die neun Experten waren am Samstag in Damaskus eingetroffen, bekamen aber zunächst keinen Zutritt zu dem Ort, an dem am 7. April möglicherweise Chemiewaffen eingesetzt worden waren. Großbritannien hatte Russland und Syrien vorgeworfen, die Ermittlungen zu blockieren. Moskau wies dies vehement zurück.

Merkel und Putin seien sich darin einig, den politischen Prozess zur Beilegung des jahrelangen blutigen Konflikts in den Mittelpunkt aller Bemühungen zu stellen, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert nach dem Telefongespräch mit. Beide hätten sich über Möglichkeiten dazu ausgetauscht.