Kinder exerzierten in Tarnuniformen in Wiener ATIB-Moschee

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~ --------------------------------------------------------------------- KORREKTUR-HINWEIS In APA249 vom 17.04.2018 muss es durchgehend richtig heißen: Czernohorszky --------------------------------------------------------------------- ~ Wien (APA) - Die Stadt Wien prüft Vorgänge in einer Moschee des türkischen Vereins ATIB im Bezirk Brigittenau. Im Internet waren Fotos aufgetaucht, die kleine Buben beim Exerzieren in Tarnuniform zeigen. Das Jugendamt sei angewiesen worden, die mutmaßlich „jugendgefährdenden Umtriebe“ in der Einrichtung zu untersuchen, bestätigte das Büro von Stadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) einen Bericht des „Falter“.

Die Bilder aus der ATIB-Moschee wurden Mitte März auf der Facebook-Seite des Gebetshauses veröffentlicht. Mehrere Buben salutieren darauf vor der türkischen Flagge, auch Mädchen mit Kopftuch sind darauf zu sehen. Dabei soll es sich um eine Nachstellung der Schlacht von Cannakale handeln, welche die Türken im Ersten Weltkrieg gewonnen hatten und nun von Nationalisten glorifiziert wird. „Cannakale Märtyrer respektvoll in Erinnerung“, lautet ein Foto-Kommentar auf Facebook.

Das Amt für Jugend und Familie prüft nun im Auftrag der Stadt Wien eine mögliche Kindeswohlgefährdung. Zudem fordert Czernohorszky das im Bundeskanzleramt angesiedelte Kultusamt dazu auf, der Sache ebenfalls nachzugehen. Die Bilder seien „extrem verstörend“, hieß es gegenüber der APA aus dem Büro des Stadtrats.