Erneut Ecuadorianer im Grenzgebiet zu Kolumbien entführt
Quito/Bogota (APA/AFP) - Nach der Verschleppung und Ermordung eines Reporterteams im Grenzgebiet zwischen Ecuador und Kolumbien sind in der ...
Quito/Bogota (APA/AFP) - Nach der Verschleppung und Ermordung eines Reporterteams im Grenzgebiet zwischen Ecuador und Kolumbien sind in der Region erneut zwei Ecuadorianer entführt worden. Der ecuadorianische Innenminister Cesar Navas sagte am Dienstag, das Paar sei von den selben abtrünnigen Rebellen entführt worden wie die Journalisten.
In einem Video bitten die Entführten Ecuadors Präsidenten Lenin Moreno, den Forderungen ihrer Kidnapper nachzukommen. Erst kürzlich hatte die Verschleppung und Ermordung eines ecuadorianischen Reporterteams für Entsetzen gesorgt. Ein Reporter, ein Fotograf und ihr Fahrer waren am 26. März an der Grenze zu Kolumbien verschleppt worden. Die Journalisten wollten in der Region eine Reportage über Guerilla-Kämpfer machen, die sich dem Friedensprozess zwischen der kolumbianischen Regierung und den Rebellenorganisationen widersetzen. Ecuadors Staatschef Moreno bestätigte am vergangenen Freitag ihren Tod.
Anführer der Kidnapper soll ein früheres Mitglied der inzwischen aufgelösten Guerillagruppe Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens (FARC) sein. Die kolumbianische Regierung und die Farc hatten den jahrzehntelangen Konflikt in Kolumbien 2016 mit einem Friedensabkommen beendet. Die Zahl der abtrünnigen Kämpfer, die sich nicht an das Abkommen gebunden fühlen, wird auf 1200 geschätzt.
Kommentare