Medienkonzern Tamedia kauft „Basler Zeitung“
Basel/Zürich (APA/dpa/sda) - Der größte Schweizer Medienkonzern Tamedia übernimmt die „Basler Zeitung“. Im Gegenzug verkauft sie dem bisheri...
Basel/Zürich (APA/dpa/sda) - Der größte Schweizer Medienkonzern Tamedia übernimmt die „Basler Zeitung“. Im Gegenzug verkauft sie dem bisherigen Besitzer, der Zeitungshaus AG von Milliardär Christoph Blocher, ihre Beteiligungen am „Tagblatt der Stadt Zürich“ und weiteren Gratiszeitungen, wie Tamedia am Mittwoch mitteilte.
Dem Verkauf müsse die schweizerische Wettbewerbskommission zustimmen. Über die Einzelheiten sei Stillschweigen vereinbart worden. Tamedia versprach eine „starke Regionalredaktion“ in Basel.
Der derzeitige Chefredakteur der „Basler Zeitung“, Markus Somm, soll die „Basler Zeitung“ auch nach der Übernahme während weiterer sechs Monate leiten, heißt es in der Mitteilung weiter. Dann wird Somm sich in ein Sabbatical verabschieden und im Anschluss daran als Autor weiterhin für Tamedia tätig sein.
Die „Basler Zeitung“, die größte Zeitung im Grenzgebiet zu Deutschland, war 1977 durch die Fusion der linksliberalen „National-Zeitung“ mit den bürgerlich-konservativen „Basler Nachrichten“ entstanden. Die Zeitung gehörte einst quasi zur Grundausstattung jeden Haushalts der Region Basel. Nachdem die katholisch geprägte „Nordschweiz“ und die linke „Basler AZ“ eingegangen waren, war sie in den 1980er-Jahren noch dominanter geworden.
Blocher gilt als einer der einflussreichsten Politiker der Schweiz und graue Eminenz der rechtskonservativen SVP. Zu Tamedia gehören der „Tages-Anzeiger“, das Gratisblatt „20 Minuten“ und zahlreiche andere Titel.
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