Deutschland

Hund Chico eingeschläfert: Morddrohungen auf Facebook

Hund "Chico" wurde eingeschläfert.
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Mitunter ruft eine Tierschutzorganistion auf Facebook öffentlich zur Todesstrafe auf. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen.

Hannover — Nach Morddrohungen gegen Tierärzte und Behördenmitarbeiter, die den Hund Chico einschläfern ließen, ermittelt die Staatsanwaltschaft Hannover. Es sei ein Verfahren wegen des Verdachts der Aufforderung zu Straftaten eingeleitet worden, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Klinge am Mittwoch. Darüber hatten zuvor mehrere Medien berichtet.

Allen voran die Tierschutz-Organisation Animal Peace stachelt öffentlich auf Facebook und fordert die Todesstrafe für die Verantwortlichen. „Tod den Entscheidungsträgern" heißt es in einem Aufruf, der sich gegen Ärzte, Stadt-, Tierheim- und Ministeriumsmitarbeiter richtet, die an der Entscheidung, den kranken Hund einzuschläfern, beteiligt waren.

Der Staffordshire-Mischling war am Montag bei einer Untersuchung noch in der Narkose eingeschläfert worden, weil er unter einer schweren Kieferverletzung litt und zudem nur allein hätte gehalten werden können. Er hatte vor zwei Wochen seinen 27 Jahre alten Besitzer und dessen Mutter totgebissen.

Fast 300.000 Menschen unterzeichneten daraufhin eine Online-Petition gegen die Tötung des Tieres. In den Drohmails wurde Klinge zufolge unter anderem die Todesstrafe für alle Verantwortlichen gefordert. (dpa)