Bahnschleife Eisenstadt - Grüne kritisieren Niessl
Eisenstadt (APA) - Burgenlands Grüne kritisierten am Mittwoch Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) nach dessen Beantwortung einer schriftlichen...
Eisenstadt (APA) - Burgenlands Grüne kritisierten am Mittwoch Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) nach dessen Beantwortung einer schriftlichen Anfrage zur Bahnschleife Eisenstadt. Niessl habe „bloß einen Absatz mit allgemeinen Floskeln“ zurückgeschrieben, sagte Landessprecherin Regina Petrik am Mittwoch vor Journalisten. Nun wolle man die Fragen Infrastrukturminister Norbert Hofer (FPÖ) stellen.
Die Grünen wollten mittels elf Detailfragen Genaueres erfahren, sowohl über die Fahrzeiten zwischen Eisenstadt und Wien als auch über verschiedene Bau- und Umbaumaßnahmen rund um die Bahnhöfe. In der Antwort habe sich Niessl „als nicht zuständig erklärt - für die Bahnschleife Eisenstadt und für den gesamten Zugverkehr.“
„Der Landeshauptmann verweigert jede Auskunft über den Planungsstand und über die Kosten, für die das Land dann aufzukommen hat“, stellte Petrik fest. „Wir wollen da schon Klarheit haben.“ Sie habe im Landtag ein Ersuchen auf Akteneinsicht gestellt. „Es muss einen Vertrag geben zwischen dem Land Burgenland und den ÖBB über die Zugverkehre.“
Denn das Land könne schließlich Bedarf anmelden und Anforderungen stellen: „Das wurde nicht einfach beim Kaffee ausgemauschelt.“ Im Vertrag müssten deshalb auch Auskünfte stehen, welche die Anfragebeantwortung beträfen. Weiters werde Grünen-Bundesrat David Stögmüller eine schriftliche Anfrage an Infrastrukturminister Norbert Hofer (FPÖ) stellen.
Wenn man große Bauvorhaben im Bahnverkehr setze, gehe es darum, zu rechnen, um welche Fahrzeiten es sich wirklich handle, meinte Petrik. Man müsse dabei auch Kosten gegenüberstellen, die durch eine dichtere Frequenz der Züge entstünden: „Man sitzt lieber vier Minuten länger im Zug nach Wien, dafür kommt man abends auch wieder nach Hause.“
Die Grünen würden sich nicht grundsätzlich gegen eine Schleife Eisenstadt sträuben: „Aber es muss ein umfassendes Konzept sein, das alle Gemeinden, die davon betroffen sind, mit einbezieht.“
Zuerst brauche es allerdings die Bahnschleife Ebenfurth. Dann zahle es sich aus, „eine kluge“ Variante der Schleife Eisenstadt einzurichten. Sie sei sehr neugierig, was der Infrastrukturminister antworte, meinte Petrik: „Laut Regierungsprogramm dürfte die Schleife Ebenfurth nachrangig behandelt werden.“
~ WEB http://www.gruene.at ~ APA208 2018-04-18/11:51
Kommentare