Erdogan spricht mit Verbündetem über vorgezogene Neuwahlen
Ankara (APA/AFP) - Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat am Mittwoch seinen Verbündeten Devlet Bahceli getroffen, nachdem dieser ...
Ankara (APA/AFP) - Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat am Mittwoch seinen Verbündeten Devlet Bahceli getroffen, nachdem dieser mit der Forderung nach vorgezogenen Neuwahlen für Aufsehen gesorgt hatte. Erdogans mit Spannung erwartetes Gespräch mit dem Vorsitzenden der ultrarechten Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP) dauerte nur eine halbe Stunde, wie das Präsidialamt mitteilte.
Es kündigte für den Nachmittag eine Erklärung Erdogans an. Bahceli hatte sich am Dienstag überraschend dafür ausgesprochen, die für November 2019 geplanten Präsidenten- und Parlamentswahlen auf den 26. August vorzuziehen. Der MHP-Chef ist ein wichtiger Verbündeter Erdogans, doch hat der Präsident bisher stets betont, dass die Wahlen wie geplant stattfinden würden. Die Regierung kündigte nach Bahcelis Rede jedoch an, seine Forderung nach Neuwahlen zu prüfen.
Die MHP hat seit dem versuchten Militärputsch von Juli 2016 eine informelle Koalition mit der islamisch-konservativen AKP Erdogans geschlossen. Für die anstehenden Wahlen bildeten die beiden Parteien ein offizielles Wahlbündnis. Mit der nächsten Präsidentschaftswahl wird der Wechsel zum Präsidialsystem vollzogen, das vor einem Jahr bei einem umstrittenen Referendum mit knapper Mehrheit gebilligt worden war.
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