Evangelischer Pfarrer einigte sich mit seiner Kirche auf Vergleich

Bregenz (APA) - Ein seit Jahren andauernder Rechtsstreit eines ehemaligen evangelischen Pfarrers mit der evangelischen Kirche am Landesgeric...

Bregenz (APA) - Ein seit Jahren andauernder Rechtsstreit eines ehemaligen evangelischen Pfarrers mit der evangelischen Kirche am Landesgericht Feldkirch ist nun mit einem außergerichtlichen Vergleich zu Ende gegangen. Der Geistliche war ursprünglich wegen Verletzung des Beichtgeheimnisses suspendiert worden, wurde aber auch nach seiner Rehabilitierung nicht mehr eingesetzt, berichtete ORF Radio Vorarlberg.

Der Vergleich sieht vor, dass der frühere Pfarrer bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2020 ein Drittel seines früheren Gehalts und anschließend die staatliche und kirchliche Pension erhält. Der Mann ist laut dem Rundfunkbericht versichert und kann dank einer Erbschaft sein Auslangen finden. Ursprünglich hatte der Geistliche mehr als 200.000 Euro an Schadenersatz fordern wollen.

Der Vorwurf des gebrochenen Beichtgeheimnisses - und damit die Suspendierung des Pfarrers - reicht bis ins Jahr 2010 zurück, in einem innerkirchlichen Disziplinarverfahren wurde dieser aber widerlegt. Er habe aber wegen „anderer kleiner Ungereimtheiten“ nicht mehr als Pfarrer seiner Kirchengemeinde arbeiten dürfen, hieß es. Während der Geistliche sich als Mobbingopfer sieht, äußerte sich die Kirchenleitung nicht.