Syrien - Maas will Russland in die Pflicht nehmen

Berlin (APA/AFP) - Der deutsche Außenminister Heiko Maas hat angekündigt, im Bemühen um eine politische Lösung des Syrien-Konflikts Russland...

Berlin (APA/AFP) - Der deutsche Außenminister Heiko Maas hat angekündigt, im Bemühen um eine politische Lösung des Syrien-Konflikts Russland in die Pflicht zu nehmen. Die Bundesregierung werde „alle zur Verfügung stehenden diplomatischen Mittel“ nutzen, um einen politischen Prozess zu fördern, sagte Maas am Mittwoch.

„Dazu wird auch gehören, dass wir natürlich unsere Kanäle nach Moskau nutzen, um gegenüber Russland auf eine konstruktive Haltung zu drängen“, so Maas. Ohne Russland werde es nicht gelingen, einen politischen Prozess zur Lösung des Syrien-Konflikts ins Leben zu rufen, fügte der deutsche Außenminister während einer Debatte über die Lage in Syrien im Deutschen Bundestag hinzu. „Russland, das die Hand über Assad hält, muss den Druck auf das Assad-Regime erhöhen, damit es überhaupt Verhandlungsergebnisse geben kann.“

Die Streitkräfte der USA, Frankreichs und Großbritanniens hatten in der Nacht auf Samstag Ziele in Syrien bombardiert. Nach Angaben aus Washington und Paris richteten sich die Angriffe gegen Einrichtungen zur Chemiewaffen-Produktion. Die drei Staaten reagierten damit auf einen mutmaßlichen Chemiewaffeneinsatz in der Stadt Douma, für den sie die syrischen Regierungstruppen verantwortlich machen.

Deutschland unterstützte das Vorgehen. Russland als Verbündeter des syrischen Machthabers Bashar al-Assad kritisierte das militärische Eingreifen scharf.