Ranghoher Haftar-Mitarbeiter in Libyen entgeht Anschlag

Benghazi (APA/dpa) - Der Stabschef einer der größten bewaffneten Gruppen in Libyen ist einem Attentat knapp entkommen. Ein Auto sei am Mittw...

Benghazi (APA/dpa) - Der Stabschef einer der größten bewaffneten Gruppen in Libyen ist einem Attentat knapp entkommen. Ein Auto sei am Mittwoch außerhalb der Stadt Benghazi nahe des Konvois von Abdel-Razaek al-Nathouri, Kommandant der inoffiziellen Libyschen Nationalen Armee (LNA), explodiert, teilte das Militär mit. Ärzten eines nahen Krankenhauses zufolge wurden mindestens eine Person getötet und drei weitere verletzt.

Die LNA ist die militärische Gruppierung des mächtigen Generals Khalifa Haftar, der momentan Berichten zufolge in Paris medizinisch behandelt wird. Haftar, der weite Teile Ostlibyens kontrolliert, gilt als der große Gegenspieler der international anerkannten Regierung. Diese sitzt in Tripolis im Westen und konnte sich nur in wenigen Teilen des Landes durchsetzen.

Seit dem Sturz von Langzeitherrscher Muammar al-Gaddafi 2011 ist Libyen nicht zur Ruhe gekommen. Hunderte Milizen und Banden treiben ihr Unwesen. In vielen Regionen herrscht Anarchie.