Urteile im Prozess um gesprengte Pizzeria in Hollabrunn erwartet

Wien/Hollabrunn (APA) - Am Donnerstag geht am Wiener Landesgericht der Prozess um einen Anschlag auf eine Pizzeria in Hollabrunn zu Ende, di...

Wien/Hollabrunn (APA) - Am Donnerstag geht am Wiener Landesgericht der Prozess um einen Anschlag auf eine Pizzeria in Hollabrunn zu Ende, die laut Anklage in der Nacht auf den 13. März 2017 in versicherungsbetrügerischer Absicht in die Luft gejagt wurde. Der Lokalbetreiber soll zwei Tschetschenen mit der Brandstiftung beauftragt haben. Nach Umsetzung des Plans soll er von Landsmännern der beiden erpresst worden sein.

Der Wirt - ein 40 Jahre alter Mann mit türkischen Wurzeln und österreichischer Staatsbürgerschaft - war in der sechswöchigen Verhandlung als Bestimmungstäter angeklagt. Mitzuverantworten hatte sich sein Neffe, der in die Planung des Brandanschlags eingebunden gewesen sein soll. Die von den beiden zum Feuerlegen geständigen Tschetschenen bewirkte Detonation war derart heftig, dass das Portal des Gebäudes aus der Verankerung gerissen wurde. Einer der Tschetschenen erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma und Knochenbrüche am ganzen Körper.