Ecuador will im kolumbianischen Friedensprozess nicht mehr vermitteln
Quito/Bogota (APA/dpa) - Nach einer Reihe von Entführungen im Grenzgebiet will Ecuador im Friedensprozess zwischen der kolumbianischen Regie...
Quito/Bogota (APA/dpa) - Nach einer Reihe von Entführungen im Grenzgebiet will Ecuador im Friedensprozess zwischen der kolumbianischen Regierung und der linken Guerillaorganisation ELN nicht länger vermitteln.
„Ich habe das Außenministerium gebeten, die Gespräche mit der ELN zu stoppen, solange sie nicht ihre terroristischen Aktivitäten einstellen“, sagte Ecuadors Präsident Lenin Moreno am Mittwoch im kolumbianischen Fernsehsender RCN. Ecuador sei nicht länger Garantiemacht im Friedensprozess und stehe auch nicht mehr als Verhandlungsort zur Verfügung.
In den vergangenen Tagen hatte eine abtrünnige Gruppe der FARC-Guerilla im Grenzgebiet zwischen Ecuador und Kolumbien mehrere Menschen entführt und drei der Geiseln getötet. Die FARC hatten 2016 ein Friedensabkommen mit der kolumbianischen Regierung geschlossen. Einige Splittergruppen akzeptieren den Vertrag allerdings nicht und führen den bewaffneten Kampf weiter.
Kolumbiens Regierung und die ELN hatten Anfang vergangenen Jahres Friedensgespräche in Ecuador aufgenommen. Weil die Rebellen aber immer wieder Sicherheitskräfte und Einrichtungen angreifen, wurden die Gespräche zuletzt unterbrochen.
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