Anrainer fordern besseres Zusammenspiel der Öffis in Wörgl
Raser, Hochwasserschutz und Fahrbahnverschmutzungen waren einige der Themen beim Stadtteilgespräch in Wörgl-Boden.
Von Veronika Spielbichler
Wörgl –„Wildwest in Wörgl-Ost“ – diesen Eindruck vermittelten beim jährlichen Stadtteilgespräch im Ortsteil Wörgl-Boden Wortmeldungen der Stadtteilbewohner.
Als Rennstrecke erweist sich die sanierte Gemeindestraße, wobei die Pinnersdorfer Kurve eine besonders gefährliche Stelle ist. „Hier wird oft viel zu schnell und auf der falschen Straßenseite gefahren“, meldeten sich Anrainer und wünschten sich mehr Polizeipräsenz, um Raser abzustrafen, sowie eine Markierung des Mittelstreifens bis zur Bushaltestelle Pinnersdorf. „Das wird gemacht“, teilte Ortsvorsteher GR Georg Breitenlechner mit.
Bürgermeisterin Hedi Wechner informierte über den Ortsteil betreffende Projekte der Stadt. Die Bushaltestelle Mayrhofen/Stögersiedlung entspricht nicht den Vorschriften des Landes und muss erneuert werden. Fertig gestellt wurde die Haltestelle Pinnersdorf, aus Platzgründen ohne Wartehäuschen. Im Sommer wird die Sanierung des Putzweges erfolgen.
Nach Anrainerbeschwerden wurde im Vorjahr die Recycling-Station für Glas und Metall in Weiler-Haus entfernt, mangels öffentlicher Flächen gibt es bis jetzt keinen Ersatz dafür. „Zur geplanten Aushub-Deponie der Strabag am ehemaligen Schottergrubengelände wurde noch kein Projekt eingereicht“, so Wechner und wies auf zwei im Ortsausschuss besprochene Probleme hin, die bereits im Technik-Ausschuss auf die Tagesordnung gesetzt sind: ein Tempo-30-Limit im Kernbereich des Ortsteiles Weiler-Haus sowie die Verschmutzung der Fahrbahn mit Pferdemist, wobei der verursachende Reitstall zur Säuberung verpflichtet werden könne.
„Beim Hauserwirt stehen bis zu vier Nahverkehrsbusse gleichzeitig – ist das sinnvoll?“, hinterfragte Stanis Jaworek, kritisierte die veraltete Fahrzeugtechnik, die durch umweltfreundlichere Busse ersetzt werden solle, und wünschte sich eine bessere Koordination von Postbus, Citybus, Schülerbus und Skibus. „Gespräche mit dem VVT laufen, nächsten Winter soll der Skibus mit dem Linienbus kombiniert werden“, sagte Verkehrsreferent Stadtrat Emil Dander und erklärte, dass ein Umrüsten auf umweltfreundliche Technologie ab 2020 angepeilt sei.
Der Neubau eines Wochenendhauses auf der „Baschtlwies“ führte zur Anfrage, ob das im Wald so genehmigt worden sei. „Ein Wochenendhaus sicher nicht“, so Wechner. Nach Auskunft des Bauamtes ist ein Viehunterstand mit Futterlager und Aufenthaltsraum bewilligt. „Wenn die Ausführung nicht der Widmung entspricht, gibt es einen Abbruchbescheid“, kündigte Wechner an.
Dass die Löschwasserversorgung der neu gebauten Siedlung beim Hauserwirt ausreicht, wird von Bewohnern dort angezweifelt, da die Errichtung der Löschwasserleitung zur Brixentaler Ache aufgrund der Distanz im Ernstfall viel zu lange dauere.
Anfragen betrafen den Hochwasserschutz: Zu den Schutzbauten am Pfaffenberg teilte Johann Peter Egerbacher vom Bauamt mit, dass ein Auffangbecken südlich des Forstweges noch gebaut wird. Beim Graben südlich des Hauserwirtes wurde das Auffangbecken auf das dreifache Volumen erweitert und die Staustufen ausgeräumt. Nach Einschätzung der Wildbachverbauung sei das voll ausreichend für den Materialrückhalt.
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