Idorsia trotz Quartalsverlust zufrieden mit Pipeline-Fortschritten
Allschwil (APA/sda) - Das von Actelion abgespaltete Schweizer Pharmaunternehmen Idorsia hat auch im ersten Quartal 2018 rote Zahlen geschrie...
Allschwil (APA/sda) - Das von Actelion abgespaltete Schweizer Pharmaunternehmen Idorsia hat auch im ersten Quartal 2018 rote Zahlen geschrieben, sieht sich aber auf Kurs zur Marktreife seiner Pipeline. Bei einem Betriebsaufwand von 81 Mio. Franken (67,6 Mio. Euro) resultierte netto ein Verlust von 79 Millionen.
Bei Einnahmen von nur 7 Millionen - alles aus Meilensteinzahlungen - belief sich der Betriebsverlust im ersten Quartal auf 74 Mio. Franken, wie Idorsia am Donnerstag mitteilte. Diese Ergebnisse sind nach dem Rechnungslegungsstandard US GAAP ausgewiesen.
Idorsia weist daneben eigene Berechnungen („non-GAAP“) aus, welche die Leistungen genauer abbilden sollten: Demnach betrug der Verlust netto 69 Millionen. Das Unternehmen bestätigte nun auch die im Februar publizierte Erwartung eines Betriebsaufwands von 390 Millionen im ganzen Jahr 2018 nach eigenen Berechnungen.
Den Verlusten stellt Idorsia die eigene Liquidität gegenüber: Unter dem Strich habe man 1,016 Mrd. Franken greifbar. Davon werden per Ende März 549 Millionen als Cash und Ähnliches ausgewiesen - 73 Millionen weniger als per Ende 2017.
Optimistisch ist die Firmenleitung mit Verweis auf die breite Pipeline - noch hat Idorsia keine Präparate auf dem Markt. Die ersten vier Substanzen sollen im Laufe des Jahres in die dritte und letzte Phase der Entwicklung kommen. Daneben stecken drei andere Substanzen in der zweiten sowie vier in der ersten Phase.
Einer der angehenden Phase-III-Kandidaten ist das Medikament Aprocitentan gegen chronisch erhöhten Blutdruck (Hypertonie). Im Visier andere Stoffe sind schwere Schlaflosigkeit oder eine Stoffwechselstörung namens Morbus Fabry.
Das Ehepaar Jean-Paul und Martine Clozel hatte die Roche-Abspaltung Actelion binnen 20 Jahren zu einem Pharmakonzern geformt und den im Juni 2017 für 30 Mrd. Dollar (24,22 Mrd. Euro) an den US-Multi Johnson & Johnson verkauft. Mit einem Teil der Forschungspipeline samt Personal gründeten sie Idorsia. Ende Jahr hatte diese schon 660 Mitarbeiter.
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